Folge 46: Die Kunst der Romantik im Palais mit Grandezza

Shownotes

Wie er ausgesprochen wird, das weiß der Kuckuck. Und in Kleve am Niederhein wissen es natürlich auch alle. Schließlich ist kein anderer Künstlername so eng mit der Stadt verbunden wie seiner: Barend Cornelis Koekkoek. Wenn Sie möchten, dürfen Sie auch B.C. sagen.

Schon zu Lebzeiten (1803-1862) war der Niederländer ein Star, wurde als „Prinz der Landschaftsmalerei“ verehrt. Echte Könige waren seine Stammkunden. Und damals wie heute schwärmen die Menschen: In diese Gemälde möchte man am liebsten hineinlaufen. Machen wir!!! In dieser Förderbande-Folge spazieren wir durch die „Große Waldlandschaft“, ein Meisterwerk der Romantik, und wir besuchen das strahlend schöne B. C. Koekkoek-Haus. Es wurde zweieinhalb Jahre saniert und ist endlich wieder eröffnet. Wobei… der Begriff „Haus“ ist ziemlich untertrieben. Der Maler hat es auf dem Höhepunkt seiner Karriere in Kleve bauen lassen. Und schon auf den ersten Blick wird klar: Erfolg verleiht Flüüüüüügel. „Das Palais könnte in Florenz stehen. Das ist italienische Grandezza am Niederrhein“, schwärmt Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, seit 1997 Eigentümerin des einzigartigen Künstlerhauses. Die Nutzung wurde damals gleich an die Klever Bürgerinnen und Bürger weitergereicht, die sich ehrenamtlich im „Museum für Romantik“ engagieren. Beppi und Gerard zum Beispiel, Landsleute von B.C.Koekkoek, die die „niederländische Seele“ im Hause spüren lassen. Gezellig een dagje uit? Dann Koekkoek doch mal!

Host: Cornelia Wegerhoff

Studiogast: Ursula Geisselbrecht-Capecki, künstlerische Leiterin des B.C. Koekkoek-Hauses

Im Koekkoek-Haus: Wilfried Röth, Vorstandsvorsitzender der „Freunde Klever Museen“ Beppi und Gerard van Kessel, ehrenamtliches Helferpaar Barend und Werner van Ackeren, Architekten

NRW-Stiftung: Stefan Ast, Geschäftsführer

Produktion: Erik Gierich, sounds fresh Tonstudio

Website des Koekkoek-Hauses https://www.koekkoek-haus.de

Kurzfilm: „Romantik am Niederrhein - Das Museum B. C. Koekkoek-Haus in Kleve“: https://vimeo.com/1134190009

Literatur: Ursula Geisselbrecht, Guido de Wird: „B.C.Koekkoek-Haus – Kleve“ Aus der Reihe „Künstlerhäuser in NRW“, erschienen im Wienand-Verlag

Mehr Infos zur NRW-Stiftung: https://www.nrw-stiftung.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Er hat hier hochkarätige Gäste empfangen, gekrönte Häupter sind hier nach Kleve gekommen um bei ihm Bilder zu bestellen.

00:00:07: Also er ist zum König gefahren und hat mal so angereicht sondern die Könige kamen zu ihm?

00:00:11: Ganz genau!

00:00:12: Und dieser Erfolg hatte ihn natürlich auch beflügelt.

00:00:14: und dieses Selbstbewusstsein das fließt natürlich auch in die Architektur des Hauses ein.

00:00:19: also wenn man vor dem Pallekuckuck steht... Das is ja italienische Grandetzer hier am Niederrhein.

00:00:42: Uralte Eichen und Buchen, richtige Baumriesenragen in den Himmel.

00:00:47: Die Stämme dick- und knörig darüber das dichte grüne Blätterdach.

00:00:51: Aber da ist auch diese wunderbare kleine Lichtung mitten im Wald.

00:00:55: Sonnen durchflutet ein Bach fließt plätschern am Wegesrand eine Landschaft wie gemalt.

00:01:01: Und es ist ja auch Öl auf Leinwand aus dem Jahr eighteenhundertneununddreißig.

00:01:05: große Waldlandschaft lautet der Titel des Gemäldes Ein Meisterwerk der Romantik.

00:01:11: von Moment mal kurz.

00:01:13: Entschuldigung, könnten wir den Vogelruf vielleicht noch einspielen?

00:01:17: Kein Problem!

00:01:18: Das war jetzt der Kollege aus der Technik?

00:01:22: Ja genau... Der geniale Landschaftsmaler hieß nämlich tatsächlich Barend Cornelis Kokok aber Kokok mit OE geschrieben statt mit O. Er war Niederländer und schon zu Lebzeiten ein gefeierter Künstler, Hüben wie drüben denn Kokoks Wahlheimat befand sich am Niederrhein in Kleve.

00:01:40: Es erwartet Sie also Regalgrenzverkehr in dieser neuen Förderbandefolge.

00:01:44: Dazu ein herzliches Willkommen.

00:01:46: und hartelig willkommen, ich bin Cornelia Wegerhoff.

00:01:52: Wir sind ja wirklich in der Mitte von Kleve, oder?

00:01:55: Ja absolut!

00:01:56: Also hier ist wirklich das Zentrum der Kuckukplatz.

00:01:59: da gucken wir aufs Rathaus Hier beginnt die Fußgängerzone, die Kabariner Straße

00:02:06: Und das ist Wilfried Rödt, der Vorstandsvorsitzende und er erklärt mir zuerst mal, was so los ist in der Stadt.

00:02:14: Also Kleve profitiert sehr von den Niederländern ganz extrem also.

00:02:18: wir haben hier einen enormen Zuspruch an Kundschaft, an Touristen von der anderen Seite der Grenze die hier nach Kleve kommen und dann natürlich auch in die Restaurants gehen, die Gastronomie nutzen und hier auch einkaufen.

00:02:32: Und der Niederländer, der es hier auch schon so schön fand und hierhergekommen ist.

00:02:37: Der steht mittlerweile auf einem großen Sockel?

00:02:40: Ja tatsächlich Barent Cornelis Cuckooq

00:02:43: in Bronx gegossen in Form einer Büste.

00:02:46: Welliges Haar gepflegter Schnolzer Spitzbad gut hat er ausgesehen, der Maler, der von

00:02:55: sehr aktiv gewesen hat auch sich hier in Kleve niedergelassen.

00:02:59: Wenn wir uns umdrehen, sehen wir sein

00:03:01: Haus!

00:03:02: Ja genau und er guckt ja die ganze Zeit da hin und ich meine auch in der letzten Zeit hätte sich seinen Ausdruck deutlich aufgehält...

00:03:10: Es ist nämlich gründlich saniert worden das BC Kokokaus wie es offiziell heißt BC als Kürzel für den Vornamen Barend Cornelis.

00:03:19: bei den Sanierungsarbeiten ließ sich aber nichts abkürzen erzählt mir Wilfried Röd.

00:03:23: zweieinhalb Jahre haben die Arbeiten gedauert, ist aber auch ein imposantes Bauwerk.

00:03:28: Mit vier Stockwerken zur Straßenseite überragt es die Nachbarschaft hat einen auffallenden Rundbogeneingang viel hohe Fenster und einen üppig verzierten Dachfries – alles in neuem Glanz nach der Sanierung!

00:03:40: Ja, ist wirklich ein Traum.

00:03:43: Weil das BC Kokokaus präsentiert sich natürlich jetzt wieder in einem wunderbaren

00:03:49: Zustand.".

00:03:50: Und der Traum wurde mit Hilfe der NRW-Stiftung realisiert und wird von ganz vielen engagierten Menschen in Kleve lebendig gehalten – zur Ehren des Künstlers, der so traumhaft schöne Landschaftsgemälde geschaffen hat.

00:04:04: Insbesondere vom Niederrhein!

00:04:12: Und die Frau, die sich mit dem Werk und der Biografie von B.C.

00:04:16: Kuckuck am allerbesten auskennt ist jetzt mal hier zu Gast im Förderbandestudio Ursula Geiselbrecht-Zapetzke, die künstlerische Leiterin des Kuckukhauses.

00:04:25: Hallo schön dass Sie da sind!

00:04:26: Ja hallo

00:04:27: ich freu mich!

00:04:28: Klebe und Kuckock das geht nicht ohne einander.

00:04:31: dabei ist Kuckcock nicht mehr irgendwo in der Nähe so an der niederländisch deutschen Grenze aufgewachsen?

00:04:36: Nein er kam eigentlich aus Seeland.

00:04:38: da fahren die Deutschen ja heute gerne Als Touristen hin.

00:04:41: An die Nordsee?

00:04:42: Genau, in Middelburg ist er geboren.

00:04:45: Sie haben es schon gesagt.

00:04:47: Und dann hat er sich erst mal nach Amsterdam begeben um dort zu studieren mit einem Stipendium des Königs.

00:04:53: Also er hat sehr früh

00:04:54: ... Man kann sagen, früher ist großes Talent meine Güte!

00:04:57: Ja

00:04:57: genau, ist früher erkannt worden und er wollte nicht sehen maler werden wie sein Vater und seine Brüder sondern hat sich dafür entschieden weiter ins Land zu gehen.

00:05:07: War das der Zeit geschuldet?

00:05:09: War es so die Zeit, wo man auch sich alles angeschaut hat.

00:05:12: Ja, das beginnt in der Aufklärung mit seiner eigenen Heimat beschäftigt sich den charakteristischen Landschaften und nicht nur nach Süden, nach Italien, nach Griechenland reißt sondern eben auch das eigene betrachtet.

00:05:28: Das hat auch mit Aufklärungen zu tun.

00:05:30: Und die Romantik da ist dann ganz stark vorhanden dass man sie heimatliche Landschaft an guckt.

00:05:36: Kennen wir aus unserer Region die Rheinromantik?

00:05:39: Welche Motive hat er gemalt, also die große Waldlandschaft habe ich schon so ein bisschen beschrieben.

00:05:44: War das eine besondere Naturverbundenheit?

00:05:46: Auf jeden Fall!

00:05:47: Also Amsterdam war ja die Kunstmetropole schon damals in der großen Stadt und da waren einer unter vielen.

00:05:53: aber er wollte nicht dieses steife Akademie gehabt und Salons

00:05:58: etc.,

00:05:59: sondern eben raus in die Natur.

00:06:01: Das hat er schon sehr früh gemacht, ja noch.

00:06:03: Also sobald das Studium vorbei war ist nach Hilversumms-Holland und dann weiter immer Richtung Westen bis er eigentlich sich auch mal für Klebe entschieden hat.

00:06:16: Motive sind natürlich die niederländische Landschaft Aber auch die Wälder und das ist etwas, was sie zum Beispiel im Westen fasziniert hat.

00:06:25: Im Wald liegt die Wahrheit, soll er mal gesagt haben.

00:06:28: Also sehr tiefgründig das Ganze auch.

00:06:30: Ja es hat einen gewissen religiösen Aspekt auch, dass man da die göttliche Urgewalt, die götliche Schöpfung ablesen kann.

00:06:39: Das ist also nicht reine Naturgenuss wie wir das vielleicht heute anders empfinden würden.

00:06:45: Da ist noch so ein tieferer Aspekt dran hier.

00:06:47: Welche Rolle spielen denn die Menschen in seinen Gemälden?

00:06:50: Ich habe gesehen, in der großen Waldlandschaft.

00:06:52: Da sieht man so im Vordergrund ein paar Leute.

00:06:54: Das sind wohl Hürden mit ihren Tieren.

00:06:58: Also damals wurde der Wald tatsächlich auch noch anders genutzt.

00:07:01: also es gab schon Viehtreiber im Wald.

00:07:03: das ist jetzt nicht ungewöhnlich.

00:07:05: aber es wurde auch von einem Landschaftsmaler erwartet dass da Menschen dabei sind einmal um die Einbettung des Menschen in die Schöpfung zu zeigen.

00:07:16: Also die Wäume sind ja riesig, der Mensch ist klein.

00:07:19: Der Mensch ist eigentlich innerhalb der Natur immer auch untergeordnet und dieses Verhältnis ist schon irgendwie wichtig.

00:07:27: Was mich beeindruckt hat es diese Detailgenauigkeit.

00:07:30: also man kann wirklich die Blätter erkennen.

00:07:33: das war ihm wichtig?

00:07:34: Ja das war sehr wichtig!

00:07:35: Das hat auch ein Wahrheitsaspekt.

00:07:37: also was er meint in der Natur im Wald liegt die Wahrheit.

00:07:42: Der Künstler soll sie auch genauso darstellen, so genau wie möglich und so botanisch genau.

00:07:48: Also man kann die Eichen erkennen, man kann nicht buchen.

00:07:51: Kann man da unterscheiden...

00:07:52: Aber wie hat er das geschafft?

00:07:54: So natürlich wirken zu lassen!

00:07:56: Das Licht ist die Seele von allem, so hat er mal gesagt.

00:07:59: Und daran kann der Künstlern natürlich seine Kunstwertigkeit auch zeigen.

00:08:03: also Licht heißt ja Farbe.

00:08:05: Die Farbverläufe sind perfekt.

00:08:08: Das ist das Talent, also das so sehen zu können und auch die Farben entsprechend erst mal herzustellen.

00:08:14: Das ist ja nicht so dass er schon alles da fertig im Topf hat sondern das muss sehr alles gemacht werden und vorbereitet werden.

00:08:20: Also es tatsächlich auch schon rausgegangen und hat dann Farbstudien gemacht bevor er dann im Atelier selber die das eigentliche Gemäldemachte.

00:08:29: Auch die Museumsgäste, die geraten total entschwärmen wenn sie diese Bilder sehen.

00:08:34: ich frage ja immer direkt mal nach wenn ich vor Ort bin wie es ihnen denn gefällt und diese Dame hier zum Beispiel hat gleich für eine ganze Gruppe gesprochen, die an einer Führung im Kokokaustall genommen hatte Ja, es ist so schön leicht

00:08:47: und irgendwie greifbar.

00:08:49: Man möchte

00:08:50: einfach

00:08:51: ins Bild hineinlaufen oder in die Landschaft.

00:08:53: Ist ganz anziehend.

00:08:54: also wir waren alle sehr begeistert.

00:08:58: Ja das ist sehr interessant denn genau eine positive Kritik hat der Kuckuck auch damals schon bekommen.

00:09:05: Also man meint man könnte in das Bild hineingehen.

00:09:07: Genau!

00:09:07: Man hört das Wasser plätschern und die Wögel zwitschern usw.. Das ist eben Natur, das ist Wahrheit.

00:09:13: Und das ist genau das, wozu der Maler sich verpflichtet gefühlt hat.

00:09:18: Der war wirklich schon zu Lebzeiten ein Star muss man sagen.

00:09:21: In den letzten Jahren hat der Spectator ein niederländisches Blatt über ihn geschrieben.

00:09:26: Wir verleihen ihm dem nicht übertriebenen Titel eines Prinzen unserer Landschaftsmaler.

00:09:32: Wer waren denn seine Kunden eigentlich?

00:09:35: Ja, Prinz, da denkt man direkt an König und es ist auch tatsächlich so Niederländische, beide Niedländischen König will ihm der Erste und will ihm die Zweite bei ihm gekauft haben.

00:09:45: Will ihm der Zweite sein Größter mit zehn?

00:09:47: Der hatte in seiner Sammlung etwa dreizehn Kuckucks.

00:09:51: Und das Bild was wir eben ja schon erwähnt haben Die Waldlandschaft ist also auch in die Sammlungen des Königs gegangen...

00:09:57: Der König hat sich das auch ordentlich.

00:09:58: was kosten lassen habe ich gehört?

00:10:00: Ja genau!

00:10:01: Das ist tatsächlich überliefert dass es fünftausend Golden gekostet hat.

00:10:06: Einen Kunstvermittler, der es zunächst gekauft hat und er hatte seinen König für sieben tausend golden weiter verkauft.

00:10:12: Damals wahnsinnig viel Geld!

00:10:14: Sehr viel Geld also... Das war wirklich eine Rekordsumme zur damaligen Zeit.

00:10:19: Und der ist auch als der bestbezahlte Landschaftsmaler in die Geschichte der Romantik eingegangen, ja.

00:10:26: Inzwischen hängt die große Waldlandschaft im Kokokaus in Kleve.

00:10:30: Der Ankauf wurde mitfinanziert von der NRW-Stiftung, die ja ganz vielfältig engagiert ist bei ihnen im Kokokaus.

00:10:36: Dazu kommen wir gleich noch ausführlich.

00:10:38: Aber dass viele Geld von König Willem II.

00:10:41: hat Kukuk gut investiert, in Kleve nämlich zuerst in den Bau eines Atelier-Turms und dann in den Baus seiner Künstlerresidenz.

00:10:53: Es gibt ein sehr schönes Zitat von Goethe aus dieser Zeit das lautet Architekten und bildende Künstlern müssen wohnen wie die Könige und Götter weil wir sollten sie denn sonst für Könige oder Göttern bauen und verzieren.

00:11:06: und daran hatte er sich gehalten der Kukuck

00:11:11: Förderwander

00:11:13: unterwegs.

00:11:17: Das Palais könnte in Florentz stehen, das passt von der Architektur auch prima nach Italien.

00:11:22: Stefan Astt, Geschäftsführer der NRW-Stiftung steht da mit mir im Saal des Palais Coucouq auf dem Boden noch das historische Tafelpaket mit Intasienarbeiten.

00:11:32: Der Kamin aus schwarzem Marmor, der Spiegel darüber golden umrahmt.

00:11:36: Auch der Stück an der Decke ist üppig mit vergoldeten Ornamenten verziert.

00:11:41: In der Mitte hängt ein Kronleuchter und an den himmelblauen Wänden natürlich Kokoks Landschaftsgemälde, allesamt in vergoldeten Rahmen.

00:11:50: Er hat hier hochkarätige Gäste empfangen, gekrönte Häupter sind hier nach Kleve gekommen um bei ihm Bilder zu bestellen.

00:11:57: Also er ist zum König gefahren und hat mal so angereicht sondern die Könige kam zu ihm?

00:12:01: Ganz genau!

00:12:02: Und da Erfolg hatte ihn auch beflügelt.

00:12:04: und dieses Selbstbewusstsein das fließt natürlich auch in die Architektur des Hauses ein.

00:12:09: also wenn man vor dem Palais Cucouk steht.

00:12:12: Das ist ja italienische Grandetzer hier am Niederrhein.

00:12:15: Wir sind in so einer Zeit, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts.

00:12:18: da gibt es das in vielen europäischen Städten... Man muss mal zum Beispiel nach München schauen!

00:12:23: Da gibt es Malerfürsten wie Franz von Stuck oder von Lehmbach.

00:12:27: die bauen sich dann auch entsprechende Häuser.

00:12:30: also diese Künstlerhäuser haben bis heute eine große Qualität und was für ein Glück dass sie sowas im Nordrhein-Westfalen haben?

00:12:35: Was gibt's denn

00:12:36: schöneres?!

00:12:37: Und verglücktsprechend muss man auch beim Blick auf die neuere Geschichte dieser Künstlerresidenz.

00:12:42: Seit den neunzehntinhundertsechziger Jahren war hier zunächst das Städtische Museum untergebracht, aber Anfang der Neunzehnhundertneunziger Jahre wird entschieden – Die städtischen Sammlung zieht ins Kurhaus berichtet Stefan

00:12:54: Ast.

00:13:00: Wunderschönen Hauses war.

00:13:02: War es zu verkaufen, aber da hat sich Widerstand in der Bevölkerung geregt.

00:13:05: man wollte es doch als öffentliches Museum gerne erhalten

00:13:08: und so haben sich alle die was bewegen wollten damals zusammen getan.

00:13:21: Man ist auf uns zugekommen, was könnte die Lösung sein?

00:13:24: Und dann hat man sich tatsächlich für die Gründung der BSC Kukuk Stiftungen entschieden.

00:13:29: Für die Trägerschaft dieses Hauses in Partnerschaft mit dem Museum Kurhaus Und die NRW-Stiftung hat das Gebäude erworben, der Kaufpreis ist in diese Stiftungsvermögen gegeben worden und damit haben wir ein solides Fundament geschaffen.

00:13:41: Wir haben dann die Nutzung des Hauses hier an die Kleber Bürgerinnen und Bürger abgegeben und damit natürlich auch die Bereitschaft für das Engagement, für das Ehrenamt für dieses Museum auch mit geweckt befeuert und gestärkt ja und damit die Türen weit geöffnet für dieses damals neue Museum.

00:13:58: Gut, zwei Millionen Euro hat die NRW-Stiftung damals in den Erwerb und die erste Sanierung investiert.

00:14:08: Und über die Jahre ist das Haus Kokok zur guten Stube von Kleve geworden, hatte mir Wilfried Röth vom Freundeskreis der Klevermuseen gleich am Anfang schon gesagt – genau das ist der Verein dessen Mitglieder sich maßgeblich um die gute Stube kümmern!

00:14:22: Wir sind zwar von der Natur aus ein Förderverein, aber die dort organisiert sind und das sind knapp sechzehnhundert Mitglieder für eine Stadt wie Kleve schon enorm.

00:14:33: Die Mitglieder sehen sich tatsächlich als Freunde und Ursula Geiselbrecht gelingt es unglaublich

00:14:40: Arbeitskreise

00:14:41: aus unserem Freundeskreis zu motivieren sich hierzu engagieren.

00:14:45: da sind wir sehr froh und dankbar.

00:14:49: Die ehrenamtlichen Kräfte, die arbeiten zum Beispiel an der Museumskasse.

00:14:53: Im Kokokaus ist das an diesem Tag Hildegard-Hochstadt.

00:14:59: Der zeigt gerade Gästen den Weg Richtung Treppenhaus?

00:15:02: Über einen pur pur roten Teppich auf edlem weißem Marmor geht es vom Museumseingang zum Westibül dem repräsentativen Vorraum hinter der alten Eingangstür.

00:15:12: Durch diese sind ja auch eins die Könige geschritten Und ein Stockwerk höher.

00:15:17: auf der Belletage begrüßt mich jetzt das Ehepaar van Kessel.

00:15:23: Gerd und Beppi, wie sich die beiden vorstellen.

00:15:27: Sie stammen wie Betsy Cuckoo aus den Niederlanden, sind ebenfalls hier in Kleveheimisch geworden... ...und gehören auch zum Team der Ehrenamtlichen.

00:15:35: Beppie zum Hochzeitsteam!

00:15:37: Ach, hier kann man heiraten?

00:15:39: Ja!

00:15:40: Hier kommt das Standesamt und dann haben wir schön mit Blumen dekoriert.

00:15:45: Ich kann auch noch mit Musik, Klavier spielen... Und wenn mein Verheirat ist, kann man auch noch

00:15:53: Sekt trinken!

00:15:54: Ah so ein kleiner Empfang?

00:15:55: Ja ich mache das

00:15:57: ja, ich habe nette Kollegen wie sie in einem guten Team.

00:16:01: Sehr gut und hier steht auch ihr Mann der ist ja auch fleißig.

00:16:06: Ich bin hier auch fleissig.

00:16:07: es ist einmal angefangen wir wohnt hier.

00:16:30: Schon damals wurden die Eheleute angesprochen, ob sie gerne mithelfen möchten.

00:16:35: Und die haben sofort zugesagt – so sehr gefielen ihnen Kunst und Ambiente!

00:16:39: Und Gerard packt meistens draußen bei der Gartenarbeit mit an.

00:16:43: Dann machen wir alles ein bisschen sauber, alles wird neu angepflanzt.

00:16:47: Ich bin hier schon sieben, acht Jahre beschäftigt.

00:16:50: Wenn man Leute dann hier heiraten und da stehen dann draußen ... Es muss fröhlich sein mit Farben das Gefühl besprechen!

00:16:58: Ich merke schon so wie sein Landsmann Kokok hat auch Gerard einen Fable für die Romantik aber nicht nur das.

00:17:06: Wenn so etwas gibt in deiner Gemeinde, dann muss man sich eigentlich für pflichtig fühlen um das mitzuhelfen.

00:17:13: Die meiste Leute merken ja, dass ist zu viel und ich bin immer bereit zu helfen wo Hilfen braucht wenn es geht, das habe ich gesagt.

00:17:22: Und da kam auch viele Hollander hier sehr viel über die Grenze kommt viel hier gucken was ist sehr schön hier.

00:17:30: Und Pepi stiebt auch gleich nochmal eine Einladung auf Hollander hinterher.

00:17:34: Ich will gegen alle Nederlanders sagen, Museum Koekoek ist sehr prachtig.

00:17:39: Ihr könnt einen ganzen Tag hier rundlopen und dann könnt ihr noch ein leckeres Cappuccino trinken.

00:17:45: Alles ist hier voraudig!

00:17:47: Ich würde sagen, ich komme allemaal nach Museum KoeKoek.

00:17:51: Ihr seid willkommen!

00:17:53: Und da können sie auch noch leckere Gutkope inkopen...

00:18:00: Sie haben ja wirklich fantastische Unterstützung vor Geißelbrech.

00:18:02: Das muss man ja wirklich sagen, oder?

00:18:04: Ja die niederländische Seele ist da über den Grenzen aktiver.

00:18:10: Gerhard hat gesagt, man kann auch lecker einkaufen und das machen ja wirklich sehr viele Gäste aus den Niederlanden wenn sie schon mal da sind.

00:18:16: Da profitiert die Stadt ja wirklich mit!

00:18:18: Auf jeden Fall.

00:18:20: Also dass es mit dem Cappuccino und dem Stück Kuchen, das ist auch wichtig.

00:18:24: Dachje Oedt, sagen wir den Niederländer.

00:18:26: So ein Tagestour nach Klebe das ist sehr belebt.

00:18:28: Ursula Geißelbrecht die künstlerische Leiterin des bc Kokokhauses es weiter bei mir zu Gast im Förderband des Studiö als das Museum also in Aintenneunzig eröffnet wurde.

00:18:38: gab's denn da eigentlich schon so viele Gemälde von Kokok in der Sammlung?

00:18:42: Es gab schon etwas.

00:18:43: ja weil das Haus Kokok früher auch städtisches museum war.

00:18:48: aber die sammlung ist eigentlich in den letzten ausgebaut worden und in den vergangenen Jahren noch mal extrem mit Hauptwerken bestückt.

00:18:56: Da hat auch die NRW-Stiftung sehr mitgeholfen, zwei kleinere Werke und dann auch mehr der großen Waldlandschaft hat sie auch mit finanziert.

00:19:06: also das ist beachtlich was da zusammen gekommen ist so dass wir heute also die größte Sammlungen von Werken der sogenannten Kleberromantik haben also BC Kuckuck und seiner Schüler Und vor allem die größte Sammlung auch an Zeichnungen und Grafik von Kuckuck.

00:19:22: Er hat ja auch sehr, sehr viel gezeichnet.

00:19:24: Wie ist die Ausstellung konzipiert?

00:19:27: Ja also auf der Bell-Etage ... Der schönen Etage da sind v.a.

00:19:31: Werke von B.C.

00:19:32: Kuckuk.

00:19:33: Und dann die obere Etage, das finden wir, Werke seiner Schüler und auch der Familie B.c.

00:19:38: Kukuk.

00:19:40: Auch Schülern von B C.Kuckuk, zwei Meisterschüler eine Meisterschülerin, die einzige weibliche Schülerin Anna von Sandig.

00:19:47: Und in der zweiten Etage finden wir ein Atelier, was so hätte aussehen können.

00:19:54: Wir haben das originale Atelier ja nicht mehr aber einige Gegenstände sind noch da aus seinem Besitz.

00:20:01: Wurden die Landschaftsbilder eigentlich direkt in der Natur gemalt?

00:20:04: oder wie war das?

00:20:04: Wie hat Koko das gehalten?

00:20:06: Also wie gesagt er hat sehr viel erst mal gezeichnet und dann hat er Farbstudien angelegt.

00:20:11: Die wurden also vor Ort gemacht um das Farbgedächtnis zu stützen.

00:20:17: Aber die eigentlichen Gemälde, die entstehen dann im Atelier...

00:20:21: Wir springen in die Neuzeit Frau Geiselbrecht!

00:20:24: Sie hatten zweieinhalb Jahre die Handwerker im Haus.

00:20:27: Wie sind sie durch die Zeit gekommen?

00:20:29: Ja, wir sind irgendwie durchgekommen aber fragen es mir nicht genau beinahe.

00:20:34: Es war geschlossen in dieser Zeit tatsächlich.

00:20:37: Ja, das musste auch so sein ja.

00:20:40: Denn die Sanierungsarbeiten waren wirklich dringend Wobei die Sanierung eines rund hundred-achtzig Jahre alten Bauwerks ist auch eine Kunst für sich, habe ich gelernt.

00:20:54: Also in diesem Bereich wo wir jetzt gerade eben stehen das waren eigentlich so Sekundärräume Die sind früher der Öffentlichkeit nicht zugänglich gewesen.

00:21:02: War da Küche?

00:21:02: Weil ich sehe irgendwie so Küchen fließen und sowas.

00:21:05: Ja dieser Bereich ist tatsächlich die historische Küche auch schon vom Bahnkunde des Kuckuck angelegt

00:21:09: Wunderschön angelegt.

00:21:11: Alte Delfter Kacheln sind aus dem neunzehnten Jahrhundert erhalten geblieben mit Motiven von spielenden Kindern beim Federball, beim Stelzenlauf und hier in der ehemaligen Küche ist jetzt die neue Besucherlaunch des Museums samt Kaffemaschine gut zu wissen.

00:21:27: Der Empfangsbereich mit Museumsshop und Antiquariat ist großzügig erweitert worden eine Baumaßnahme, die gleich mit umgesetzt wurde als im Palais Cougouk die Sanierung anstand Und die war dringend nötig.

00:21:40: Sonst hätte man in absehbarer Zeit tatsächlich schließen

00:21:43: müssen.".

00:21:55: Genossen hatte oben.

00:21:56: Also

00:21:56: nutzt nichts, dass das ein schönes altes denkmalgeschützes Haus ist?

00:21:59: Wir haben ja Leute drin!

00:22:00: Das muss sicher sein.

00:22:01: Genau es muss sicher sind und da ist dann eben so die Kernaufgabe gewesen.

00:22:05: Das heißt man musste sehr viel nachrüsten hier im hochrangigen Denkmalbereich.

00:22:10: Ist natürlich eine schwierige Aufgabe

00:22:12: Aber in den besten Händen bei diesem Architekt.

00:22:16: Mein Name ist Baren van Akkeren.

00:22:17: Am Vornamen kann man ja schon erkennen, dass ein gewisser Bezug zum Haus besteht.

00:22:22: Das ist der gleiche wie bei Herrn Kuckuck?

00:22:24: Genau das ist der Gleiche Vorname wie Baren Kunlis Kuckuk hängt damit zusammen, dass es immer den Bezug familiär zum Haus gab und mein Vater eben halt in diesem Haus geboren ist.

00:22:35: Vater Werner von Ackeren ebenfalls Architekt werden wir auch gleich noch kennen lernen.

00:22:40: er war an der Planung dieser besonders anspruchsvollen Sanierung beteiligt.

00:22:45: Nur mal ein Beispiel.

00:22:46: Elektroarbeiten, das war wie so eine OP am offenen Herzen.

00:22:49: Sagt der Sohn.

00:22:50: aber wo im Haus genau operiert wurde kann ich als Laie auf Anipp gar nicht erkennen.

00:22:56: Als kleinste Teil zum Beispiel, Rauchtdichtigkeiten an historischen Türen kann man hier gut erkennen.

00:23:01: Das ist diese nachgerüstete Leiste die angebracht worden ist.

00:23:05: jetzt wo sie sehen fällt es ihnen auf einmal auf seh ich in ihrem Gesicht an.

00:23:09: ja ist eine ganz normale Türleiste die aus Holz ist grau angestrichen und historisch wirkt.

00:23:14: aber diese Fuge hier die ist anders

00:23:16: wird dann wenn die Tür zuschlägt eben halt die raucht Dichtigkeit gewährleisten.

00:23:22: Man merkt es gar nicht.

00:23:22: Das hat sich so eingefügt, dass man denkt ... Ich freu

00:23:24: mich gerade selber noch mal.

00:23:26: Waren von Ackerin strahlt.

00:23:28: für ihn ist das wirklich ein Riesenkompliment!

00:23:30: Wenn die Sanierungspläne gleichzeitig effizient und dezent im Denkmal umgesetzt wurden, Brandschutz, Elektrik, Alarmanlagen – alles ist jetzt auf dem neuesten Stand.

00:23:41: Die Toiletten sind erneuert, die gesamte veraltete Infrastruktur wurde saniert Und ein neuer Aufzug sorgt endlich auch für Barrierefreiheit im Palais-Coucouc.

00:23:51: Freut sich wiederum Stefan Astt.

00:23:53: Links vom Treppenmaus gibt es einen großen Versorgungsschachter, da war früher die Haustechnik untergebracht.

00:23:57: Ist hier so eine kleine Nische?

00:24:00: Genau und die gab dem Möglichkeit, hier in den Aufzug reinzuplanen.

00:24:04: Hier ist ja nichts von der Stange.

00:24:05: das ist alles Maßarbeit.

00:24:07: wir haben einfach ein Riesenglück dass wir das auch denkmalkonform machen konnten.

00:24:15: Eins Komma fünf Millionen Euro hat die NRW-Stiftung für die Sanierung aufgebracht.

00:24:20: Davon eine Million Euro durch eine großzügige Zuwendung der Tee von Zastro Foundation finanziert und alles in allem liegt die Gesamtfördersumme der NRW Stiftungen für das Kokokaus im Kleve, inzwischen über drei Komma sechs fünf Millionen euro.

00:24:37: Wir machen einen großen Schritt und verlassen dann das Grundstück der NRH.

00:24:41: Schriftung Der

00:24:53: Atelier-Turm ist nämlich im Privatbesitz seines Vaters.

00:25:01: Oder steht da auch schon und lässt uns heute mal ganz exklusiv gucken?

00:25:05: Sie wohnen ja erhaben!

00:25:07: Ja, also Kokokatte tatsächlich die Möglichkeit am Hang zu bauen und hier ein Refugium zu planen auf dem alten Stadtturm.

00:25:16: Den ja noch da war aber ruinös.

00:25:19: das ist etwas was nur die Romantik kennt wo der Künstler sein Haus verlässt und in sein Atelier geht.

00:25:27: Das ist nicht für die Kunden gedacht das Atelier sondern dafür hat er dieses prominente Haus gebaut.

00:25:33: Und dort im Palais Koukouk ist Werner von Ackeren tatsächlich aufgewachsen und macht dazu sehr gerne Scherze.

00:25:39: Ich bin nicht weit gekommen in meinem Leben,

00:25:43: ich bin

00:25:44: nur von da bis hier gekommen.

00:25:49: Die vielen Treppen im Atelier-Turm haben ihn aber fit gehalten und die unzähligen Geschichten, die er erzählen kann – das wäre eine eigene Podcastfolge!

00:25:58: Da ist zum Beispiel der Raum, in dem der berühmte Bezikogog eins seine Farben mischte.

00:26:03: Oben

00:26:03: dann das Licht durchflutete Atelier.

00:26:06: Hier haben nach Kogog noch andere Künstler gearbeitet.

00:26:10: Der Berühmteste war Josef Boyes.

00:26:13: Dass der Architekt Werner von Ackeren diesen Atelieturm gekauft hat, war wirklich ein Glücksfall für das architektonische Juwel und viel Arbeit!

00:26:22: Ich musste auch sämtliche Decken rausnehmen.

00:26:24: ich stand nachher im Erdgeschoss unten Und die Decke hier oben gab es auch nicht mehr.

00:26:29: Die waren alle

00:26:30: Marode.".

00:26:31: Heute geht's über eine Leiter hinauf aufs Dach – die Aussicht hier oben ist

00:26:36: spektakulär!

00:26:49: Weit über den Niederrhein lässt sich hier blicken, große und kleine Waldlandschaften sind zu sehen, Wiesen- und Felder-, Dörfer- und Städte bis weit in die Niederlande hinein….

00:27:05: …und hoch oben auf dem Atelier Turm tront sowie eins zur BC Kuckucks Lebzeiten Minerva, die Göttin der Künste.

00:27:17: Frau Geiselbrüch, das waren Sie da ja gerade am Flügel im Palais Cocoque für uns.

00:27:21: Vielen Dank!

00:27:22: Die Minervas ist eine Rekonstruktion, sie wurde auch mit Hilfe der NRW-Stiftung wieder aufgestellt.

00:27:30: Das ist ein wirklich einzigartiges Ensemble.

00:27:33: Diese Landmarke Belvedere und das Cococaus gab es schon mal als Ölgemälde von Cocoque selbst.

00:27:40: Ja, genau.

00:27:41: Das ist ein wunderschönes Kabinett gemeldet und selten zeigt er die Ansicht Kleves.

00:27:48: Und das sieht man auch bei ihm im Museum?

00:27:50: Das Souvenir-De-Clave so heißt das Bild.

00:27:52: Genau!

00:27:52: Die Erinnerung an Kleve, an seine Wahlheimat.

00:27:55: Er hat es gemalt kurz bevor sein Haus vollendet hat.

00:27:59: und der Turm, das Belvedere, der Athletieturm in Mitte der Silhouette, die wir sehen, Schwanburg Stiftkirche unter Stadtkirchen Hat er sich den Turm hingedacht.

00:28:09: Der ist eigentlich, steht der ja nicht da?

00:28:12: Und obendrauf die

00:28:13: ... Ja

00:28:13: genau, oben drauf die Minerve.

00:28:15: als eine kleine Idealstadt hat er sich kreiert und das zeigt einmal sein Selbstbewusstsein aber auch dass der Turm durchaus eine Landmarke war und der steht auch in den frühen Fremdenführern von Klebe steht er tatsächlich als Sehenswürdigkeit drin und er hat auch Leute dort empfangen und dann die Aussicht gezeigt.

00:28:36: Und das ist schon was Besonderes.

00:28:39: Wie schön, dass es erhalten wurde von Werner Van Ackeren.

00:28:41: Ja,

00:28:42: das war eine große Leistung.

00:28:43: Zu Beginn hieß es mal... Das Kokokaus, das ist so die gute Stube von Kleve.

00:28:47: Wird das auch für andere Kulturangebote genutzt?

00:28:50: Also wenn sie spielen Klavier wunderbar, ich weiß nicht ob Sie Konzerte geben!

00:28:53: Nein nein, ich genieße es manchmal nach Dienstschluss, wenn keiner da ist zu spielen Ja, das ganze Haus klingt dann mit.

00:29:00: Also es ist tatsächlich eine wunderbare Akustik für kleinere Kammerkonzerte und wir haben jetzt auch mit der Neueröffnung wiedereröffnungen wie eine Konzertreihe hier und die wird doch sehr angenommen.

00:29:12: Aktuell ist auch ne Ausstellung zu sehen, Fotografie.

00:29:15: aber das hat mich auch total wieder an Koko geinnert.

00:29:18: Wer zeigt da seine Arbeiten?

00:29:20: Die Romantik ist nicht vorbei.

00:29:23: Das ist Saskia Bulsungs aus Drenthe, die macht Landschaftsfotografie ja Und sie hat so eine ähnliche Auffassung wie Kukuk.

00:29:31: Also die Lichtstimmung, das was sie in dem Moment als sie die Landschaft gesehen hat, das versucht sie in der Fotografie wieder zu geben.

00:29:38: Sie macht die Aufnahme und bearbeitet sie dann sehr, sehr aufwendig eigentlich ähnlich aufwändig wie Kuckuk gemalt hat.

00:29:45: Das ist erstaunlicherweise.

00:29:48: Ihr Haus ist auch offen für... Moderne Kunst, aktuelle Kunst.

00:29:52: Auf jeden Fall!

00:29:53: Also wie gesagt die Romantik, sie lebt ja weiter und soll weiter leben.

00:29:56: natürlich für alle Künstler die mit Landschaft etwas zu tun haben hier am Niederrhein oder auch in Niederlande gerne auch niederländische Künster natürlich.

00:30:05: wir haben ja einige niederlandsche Gäste die auch in Deutschland bekannt werden sollten.

00:30:11: der kleine Grenzverkehr

00:30:14: geht weiter.

00:30:15: als ich so im Flügelspiel gelauscht habe, im Kokokaus.

00:30:19: Ein ganz ergriffen War hatte ich auch so ein bisschen das Gefühl ... Ja da weht auch so neuer Geist im Haus seit der Sanierung bei ihnen und den Menschen die sich da so engagieren.

00:30:28: alle hatten so ein bestimmtes Strahlen.

00:30:31: ist es so?

00:30:32: Ja das ist tatsächlich so und das beflügelt natürlich auch alle die dann an diesem gemeinsamen Werk mitarbeiten.

00:30:38: also das ist tatsächlich so und in das hause hat einen strahlkraft gewonnen.

00:30:42: es leuchtet sozusagen die farben.

00:30:45: Alle freuen sich, die dort sind.

00:30:46: Sie fühlen sich im Haus wohl.

00:30:48: Es gibt mehr Einamtliche, die sagen jedes Mal wenn ich hier bin dann geht es mir gut ist einfach ein schönes Miteinander.

00:30:55: Das merken die Besucher dann wirklich auch.

00:30:56: und die Besucheren?

00:30:57: Ja

00:30:58: ich hoffe

00:30:59: Ursula Geißelbrecht war das Form Kokokaus in Kleve.

00:31:03: Das ist die Gedankenstütze jetzt für alle, die unbedingt mal vorbeikommen sollen bei Ihnen, Frau Geiselbrecht?

00:31:09: Ja das sollten Sie tun!

00:31:10: Vielen Dank für den Besuch im Vorderband der Studie.

00:31:12: alles Gute für sie und ihr wunderbares großes ehrenamtliches Team.

00:31:16: Ich danke

00:31:18: Und beim nächsten Mal werden Sie hier in der Vorderbande ganz andere Vogelaute zu Gehör bekommen.

00:31:23: Ich sag nur, Klappern gehört zum Handwerk!

00:31:26: Meine Kollegin Maria Bakker besucht nämlich die Storchenhauptstadt Peters Hagen im Ostwestfalen Lippe – ein Projekt das die NRW-Stürstung schon seit ihren Gründungsjahren begleitet.

00:31:37: Wir feiern ja Jubiläum dieses Jahr für mehr Naturschutz, Heimat und Kultur in NRW Und das können Sie übrigens auch unterstützen als Mitglied in unserem Förderverein.

00:31:48: Mehr Infos dazu gibt's im Netz unter nrw-stiftung.de.

00:31:54: Bleibt mir Ihnen dankeschön zu sagen fürs Zuhören, bis bald und

00:32:19: doziens!

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