Folge 51: Happy Birthday, NRW-Stiftung!

Shownotes

September 1986. Das Land Nordrhein-Westfalen feiert seinen 40. Geburtstag und schenkt sich selbst eine Stiftung, die alle Bürgerinnen und Bürger einlädt, das Land mitzugestalten und sich für Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege zu engagieren. Ein echtes Teilhabeprojekt soll es werden. 40 Jahre später ist die NRW-Stiftung zu einem wahren Erfolgsmodell gereift und aus dem Land nicht mehr wegzudenken.

Wie ging es damals genau los? Wer hatte die Idee? Wie sah die Stiftungsarbeit in den ersten Jahren aus und wie läuft es heute?

Im Förderbande-Studio gehen die Journalistinnen Marija Bakker und Cornelia Wegerhoff zusammen mit Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung, einmal auf Anfang. Sie besuchen Projekte der ersten Stunde und lassen die zu Wort kommen, die damals kaum fassen konnten, dass ihr Denkmal, ihr Gemeinschaftsprojekt so viel Vertrauen und Unterstützung von dieser neuen Stiftung erfährt. Da werden Erinnerungen lebendig… …ob in der Schäferkämper Wassermühle in Bad Westernkotten, die anfangs vor allem klapprig war, heute aber als technisches Kulturdenkmal munter weiterklappert wie in alten Zeiten, …oder in der historischen Küsterschule Kleinenberg in Ostwestfalen, wo beinahe der Bagger alles weggerissen hätte, aber dann waren einige wacher als andere und konnten retten, was heute zum Heimathaus Kleinenberg geworden ist – der Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft …oder in den Narzissenwiesen der Eifel, wo in den 1980ern gar keine Narzissenwiesen waren, sondern Fichtenwälder, die fast dieses Naturerbe zerstört hätten.

40 Jahre NRW-Stiftung, das sind Geschichten von ungewöhnlichen Rettungsaktionen, von Menschen mit Mut und Leidenschaft, von neuen Wegen, um Altes zu bewahren und immer wieder davon, wie Engagement das Land verändern kann.

Dass es genauso weitergeht, zeigt ein ganz junges Projekt der NRW-Stiftung: der Günnemann-Kotten in Witten. Da weckt ein Verein ein altes Fachwerkhaus aus dem Dornröschenschlaf, schlägt Brombeerbüsche und andere Hindernisse weg, um einen Ort der Begegnung zu schaffen.

„Das ist Demokratiearbeit“, sagt Stefan Ast. Und die hat viele, viele Gesichter hier in Nordrhein-Westfalen. Was die NRW-Stiftung dabei immer wieder schafft: für ein Lächeln in den Gesichtern zu sorgen. Das kann man sogar hören – in dieser Förderbandefolge 😉

Studio: Marija Bakker und Cornelia Wegerhoff, Hosts Förderbande, Stefan Ast, Geschäftsführer NRW-Stiftung

Stimmen der ersten Stunde: Christina Rau, Ehrenmitglied des Fördervereins der NRW-Stiftung, Inge Michels, Mitarbeiterin NRW-Stiftung 1988 - 2020

Schäferkämper Wassermühle: Stefan Wiesner, Vorsitzender der Heimatfreunde Bad Westerkotten e. V., Friedrich Waldeyer, Mühlenführer

Heimathaus Kleinenberg: Klaus Weise, Vorsitzender des Fördervereins Heimathaus Kleinenberg e. V., Johannes Hibbeln und Ferdinand Bunte, Ehrenvorsitzende, Projektchor der Mysterienspiele Kleinenberg

Narzissenwiesen: Daniel Lück, Biologische Station StädteRegion Aachen e. V., Natalie, Ay-Ying und Elias – Bundesfreiwilligendienst an der Biostation

Günnemann-Kotten: Henriette Brink-Kloke, Margit Salzmann, sowie weitere Ehrenamtliche vom Günnemann-Kotten e. V.

Produktion: Erik Gierig und Tizian Satlek, sounds fresh Tonstudio

Weiterführende Links: Infos zur Schäferkämper Wassermühle, Infos zur alten Küsterschule bzw. dem Heimathaus Kleinenberg, Infos zum Günnemann-Kotten in Witten-Rüdinghausen

Anstehende Termine Günnemann-Kotten:

  1. September 2026, 14 – 17 Uhr Tag des offenen Denkmals
  2. November 2026, 16.30 – 19.30 Uhr Kottenleuchten

Infos und Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
Anstehende Termine NRW-Stiftung:

  1. September 2026, 12 – 17 Uhr, „Open House“ zum Tag des offenen Denkmals
  2. September 2026, Museums- und Geburtstagsfest im Junkerhaus in Lemgo
  3. September 2026, 11-18 Uhr, Familienfest am Astropeiler in Bad Münstereifel.
  4. Oktober 2026, 17 – 23 Uhr, Parlamentsnacht im Landtagsgebäude in Düsseldorf
  5. Oktober 2026, Geburtstagsfest im B. C. Koekkoek-Haus, Kleve.

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00:00:00: Also ich glaube, es hat schon die Gründungsväter und Mütter wirklich überrascht was wir in großen Anklang die Stiftung gefunden haben wie sie gewachsen ist.

00:00:08: Und da haben viele viele viele mitgewirkt und ich wünsche mir natürlich dass das so weitergeht!

00:00:14: Die Teilhabe die die Stichtung ermöglicht, die ist wirklich nicht zu unterschätzen für unsere zivile Gesellschaft.

00:00:35: Herzlich willkommen zu einer Förderbandefolge, in der vieles anders ist als sonst.

00:00:39: Wir werden uns heute mehr Zeit nehmen!

00:00:44: Und wir sind auch gleich zu dritt im Studio.

00:00:46: Mit dabei sind Cornelia Wegerhoff, auch Hostin diesem Podcast und Stefan Astt, Geschäftsführer der NRW-Stiftung.

00:00:54: Schön dass ihr da seid!

00:00:55: Ja endlich sitzen wir mal zusammen an einem Tisch

00:00:57: oder?

00:00:57: Ich höre

00:00:58: dich

00:00:58: oder?

00:00:59: Hammer!

00:00:59: Ich freu mich so...

00:01:00: Ich bin Maria Bakker und wir haben hier eine schöne Jubiläumsrunde denn die NRW Stiftung wird in diesem September genau vierzig Jahre alt.

00:01:11: Genau, ich hab ein leckeres Schluckchen zu trinken mitgebracht und ein paar schöne Geschichten über blühende Landschaften.

00:01:16: Ein verwunschtendes Haus das aus einem dornigen Dornröschenschlaf geweckt wurde.

00:01:21: Was habt ihr dabei?

00:01:22: Also ich habe sehr besondere Geburtstagswünsche, die mich wirklich berührt haben.

00:01:26: Muss ich sagen ihr kennt das bestimmt auch man hat Geburtstag und wenn man so einen Runden hat dann passiert es ja.

00:01:30: dann melden sich auch noch mal die Leute von denen man vielleicht länger nicht gehört oder gesehen hat, die dich aber eine lange Zeit begleitet haben.

00:01:37: in dem Fall war's eine sie, die begleitete hat vor allem den Landesvater damals.

00:01:42: Aber ich denke, dieser Frau haben wir in Wahrheit womöglich auch die Gründung der NRW-Stiftung zu verdanken.

00:01:48: Da habe ich nachgehakt später mehr.

00:01:50: Stefan was hast du mitgebracht?

00:01:51: Wir haben natürlich uns auf dieses Jubiläumsjahr besonders vorbereitet viele Erinnerungen ausgegraben mit vielen Oleis bei Goleis gesprochen und in die Stiftungsgeschichte zurückgeblickt.

00:02:02: Und ich hab gestern noch ein Kuchen gebacken!

00:02:04: Schoko Kuchen übrigens, super

00:02:05: lecker.

00:02:06: Und falls Sie sich wundern, wir haben uns heute mal für das praktische Ehrenamts-Do entschieden.

00:02:11: Das passt auch viel besser zur Geburtstagsfeier.

00:02:12: also Prost Leute!

00:02:15: Happy Birthday in der

00:02:17: W-Stiftung.

00:02:19: Wir haben eine Menge vor und darum würde ich sagen setzen wir direkt mal an zu einem ordentlichen Zeitsprung In die ersten Jahre der Stiftung.

00:02:25: da beginnt nämlich ein Förderprojekt im Kreis Soest.

00:02:28: Cornelia Bitte mal mit.

00:02:30: Ja, was sich die NRW-Stiftung bei ihrer Gründung auf die Fahne geschrieben hat und seit her jeden Tag neu ist ja eigentlich ganz einfach.

00:02:37: Nordrhein-Westfalen ist schön und soll es bleiben!

00:02:41: Vierzig Jahre Natur, Heimat und Kultur.

00:02:43: das so der Slogan zum Jubiläum.

00:02:46: und dass es Wasser auf die Mühlen des Heimatvereins Bad Western kotten.

00:02:51: Und zwar wortwörtlich.

00:03:00: Das Wetter, was wir hier haben.

00:03:02: Es sieht nicht so schön aus, weil viel Ettengerut zu drauf ist.

00:03:05: Kommt von drei Quellen, jenseits sind wir einsam und nichts weit entfernt.

00:03:10: Diese drei Quelle haben den Foxnamen Bullerloch.

00:03:14: Weil wenn ordentlich Wasser läuft, bullert das.

00:03:16: Friedrich Waldeier steht mit mir an der Schäfer-Kämper Wassermühle eines der ganz frühen Förderprojekte der NRW Stiftung.

00:03:24: Natur, Heimat, Kultur gibt's ja alles auf einen Schlag!

00:03:28: Das Quellwasser fließt hier in den Osterbach und der fließts an der Mühle vorbei, erbaut im Jahre Seventeenhundertachtundvierzig.

00:03:37: Das ist unser Vorstaum!

00:03:39: Der Mühlenweier.

00:03:40: Wir stehen oben auf dem Müllenwehr.

00:03:43: Auf der anderen Seite sind die Hölzerne Wasserräder zu sehen.

00:03:47: Beide knapp vier Meter im Durchmesser.

00:03:49: noch stehen die Räder still.

00:03:51: Noch fließst links vorbei aber jetzt ... Da kriegt man

00:03:54: ein Stück

00:03:56: Holz.

00:03:56: Gut, der Frühdrich ein Stück Holz?

00:04:00: Nix elektrisch, nix knopfdrücken.

00:04:03: Er ist ein wenig Wasser damit nicht der Schlag so groß auf das Rad ist.

00:04:08: Damit es so ein bisschen erst anbricht.

00:04:11: die Schleuse öffnet jetzt ein Stückchen und bringt das Rad dann damit zum Laufen.

00:04:16: Jetzt kann ich noch ein bisschen mehr Wasser drauf geben.

00:04:20: Das wäre jetzt praktisch die Geschwindigkeit wie das Wasserrad läuft wenn wir malen würden

00:04:34: Verdammt schnell, ich hatte mir das langsamer vorgestellt.

00:04:37: Durch die Übersetzung von dem Getriebe, was innen im Haus ist, dreht er am Müllstein mit ca.

00:04:42: hundert Umdrehungen.

00:04:43: Wow!

00:04:45: So wie mich hat Friedrich Walder ja schon eine Menge Leute zum Staun gebracht.

00:04:49: Er isst

00:04:50: Mühlenführer bei den Heimatfreunden Bad Western-Kotten.

00:04:53: Fast zweihundertachzig Mitglieder hat der Gemeinnützige Verein und sechs Mühleführer, die hier immer samstags Spannende Einblicke in Tradition und Technik, das Jahrhunderte alten Müllerhandwerks geben.

00:05:06: Ehrenamtlich!

00:05:07: Warum wird man

00:05:09: Mühlenführer?

00:05:10: Ganz einfach für mich kann ich sagen ... Ich mag dieses alte Gebäude.

00:05:17: Wenn es zerfallen würde, war das nicht gepflegt ist.

00:05:20: Durch den Museumsbetrieb bleibt die Wassermühle regelmäßig in Gang.

00:05:24: Das sah aber vor dem Engagement des Heimatvereins lange anders aus, erzählt mir Stefan Wiesner.

00:05:31: Erbaut ist sie Mitte des achtzehnten Jahrhunderts und in Betrieb war sie bis nach dem ersten Weltkrieg vielleicht zu neunzigundzwanzig rum.

00:05:43: Die wirtschaftliche Lage war dann einfach so schwierig geworden.

00:05:46: Der eine Grund war, dass sich die Müllentechnik ... zu der Zeit schon massiv verändert hatte.

00:05:55: Sowohl Wasser wie auch die Windmühlen sind sofort nach Erfindung der Dampfmaschine auf diese Antriebsart umgestellt worden, das hat sich aber für diese Mühle, man muss heute sagen glücklicherweise, nie wirklich gelohnt und von daher ist sie so ein Stück weit in diesem Don Röschen-Schlaf des neunzehnten Jahrhunderts hier eingefroren gewesen.

00:06:17: Märchenhaft, das ist auch der Anblick des vierstöckigen Mühlenhauses.

00:06:21: Es liegt ein bisschen versteckt hinter hohen Bäumen auf einem gepflegten Gartengrundstück gleich am Ortseingang von Bad Western-Kotten – eine Stadtteil von Erwitte und die Schafe, die hier in der Nähe grasen, machen klar warum es Schäferkämpermühle

00:06:37: heißt!

00:06:37: Der letzte Müller ist etwa um Jahrzehnte gestorben und seine Frau hat dann tatsächlich noch die Mühle ein Stück weiter geführt.

00:06:47: Die

00:06:48: Schöne Müllerin hat das gemacht.

00:06:50: Über ihr Aussehen ist wenig bekannt, aber ...

00:06:52: Seien Sie schon Mann?

00:06:54: Wir nehmen es mal an, dass sie die schöne Müllerinn war.

00:06:58: Und sie hatte ihre Zweitöchter großzuziehen und die letzte Müllerstochter, die hat hier noch die ganze Zeit gewohnt bis in die späten neunzehnundhtachziger Jahre.

00:07:08: Lina Thiemann, so Ihr Name!

00:07:10: Sie hatte keine Kinder, die das Erbe antreten konnten.

00:07:13: Aber Lina Tiemann war eine sehr kluge Frau.

00:07:16: Sie beobachtete, wie sich Westernkotten ein alter Salinenstandort durch das salzige heilsame Klima immer mehr als Kurort etablierte.

00:07:27: Da entstanden natürlich auch gewisse Begehrlichkeiten von Investoren.

00:07:32: Die meinten, na ja so ein hübsches kleines Gebäude wie diese Mühle da kann man doch vielleicht noch ein kleines Gasthaus draus machen.

00:07:39: und die Klinik die ziehen war gleich dann hier am Osterbach da so ein bisschen Bach aufwärts.

00:07:44: das wird schon alles ganz nett werden und man machte ihr verschiedene Angebote und das fand sie alles ganz furchtbar.

00:07:54: Sie wollte das Alte erhalten.

00:07:55: Zum Glück?

00:07:56: Ja, richtig zum Glück!

00:07:58: Und sie machte dann eben ein Kunstgriff und verfügte mit ihrem Testament dass sowohl das Gebäude wie auch das gesamte Gelände an die Mutter Teresa Stiftung übertragen worden ist.

00:08:11: Eindeutig eine Parkposition, die sie damit gewählt hatte eigentlich ein schlauer Schachzug und diese Parkposition wurde dann aber von sehr rührigen Damen hier aus dem Ort, die sich sehr engagierten aufgegriffen und gesagt also nein das kann es doch nicht sein wir müssen als Ort selber etwas in die Hand nehmen.

00:08:34: Das muss irgendwie eine andere Möglichkeit gefunden werden.

00:08:37: Gottes Mühlen malen langsam, aber stetig, so das Sprichwort.

00:08:42: Aber der Plan der neunzehnundundundachtzig verstorbenen Müllerstochter geht ziemlich schnell auf!

00:08:47: Die

00:08:47: Heimatfreunde Westernkotten entscheiden, der Schäferkämpfer Wassermühle zu einer Zukunft als Museums- und Begegnungsort zu verhelfen.

00:08:55: Überzeugen damit in Düsseldorf, die noch junge NRW-Stiftung.

00:08:59: Die kauft das Bauwerk, lässt es aufwendig sanieren und erwacht die Mühle wieder aus dem Donnröschen-Schlaf.

00:09:13: Ich lass sie jetzt mal klappern, weil ich schon lerne

00:09:16: ... Friedrich Waldauer ist mit einer Besuchergruppe unterwegs.

00:09:21: So hört sich das an wie eine Mühler arbeitet!

00:09:25: Was passiert da?

00:09:26: Das Klappern des Ruttelschoos ist orenbetäubend.

00:09:30: Friedrich Waldayer hat vorher an einem Modell erklärt, wie die Mühle funktioniert.

00:09:35: Aber hier drinnen wird alles zum Erlebnis.

00:09:39: Es riecht nach frischem Korn und die Müllsteine knirrschen.

00:09:42: Bald liegt feiner Mehlstaub in der Luft.

00:09:45: Die Besucher dürfen auch in den Keller hinabsteigen – im Maschinenraum, um sich die Zahnräder aus der Nähe anzusehen.

00:09:54: In höherem Alter hätten aber auch Mühlen.

00:09:57: Häufig Probleme mit den Zähnen, scherzt er es seien quasi hölzerne Implantate eingesetzt worden.

00:10:04: Eine Besucherin?

00:10:06: Schön

00:10:06: dass das erhalten ist und man sehen kann wie das im Original funktioniert hat.

00:10:10: Es ist gut, dass das noch in Betrieb ist.

00:10:13: Man hätte

00:10:13: es von außen nicht erwartet was drinsteckt an Geschichten.

00:10:16: Auf jeden Fall!

00:10:17: Es ist toll zu sehen wie man hier gelebt hat.

00:10:19: Und es ist doch sehr geräumig.

00:10:20: Das hat man nicht erwartet.

00:10:23: Die Heimatfreunde Bad Western-Kotten haben nämlich auch die alte Müllerwohnung wieder hergerichtet.

00:10:29: Im Stil der neunzehntundertreißiger Jahre.

00:10:31: Besonders toll, dass wir in Schulklassen kommen!

00:10:33: Mühlenführer Friedrich Waldeyer liebt sein Ehrenamt – daran gibt es keinen Zweifel.

00:10:39: Sichtlich stolz holt er ein kleines Kunstwerker vor.

00:10:42: Da steht was drunter ... Ich lese mal vor.

00:10:45: Vielen Dank für die schöne Mühleinführung sagen die Mühlemäuse der Kitaabendschloss und da sind ganz viele kleine Fingerabdrücke drauf wo die Kinder Dennis, Leon, Scherga, Mona, Emily, Tim und so weiter.

00:10:57: Ich kann sie nicht aufzählen aus den Fingerabdrücken kleine Mäuse gemacht haben.

00:11:01: Die Mäusen liegen in einem Herzen?

00:11:03: Dann werden die Augen feuchtig!

00:11:05: Ja, weil ... wann wollen Sie begeistern jetzt?

00:11:09: Nicht ist doch so.

00:11:11: Und wir können Kinder gut hier mitnehmen.

00:11:13: Das ist für sich spielerisch, das ist Erleben.

00:11:16: Vielleicht sind sie ein bisschen älter und denken ja, ich kann das auch achten und schätzen lernen.

00:11:21: Gerade die jungen Wollemann erreichen, bestätigt Stefan Wiesner.

00:11:25: Der auch selbst als Mühlenführer aktiv ist.

00:11:28: Seine Devise?

00:11:29: Das alte Bewahren und den neuen Möglichkeiten nutzen – über Social Media zum Beispiel!

00:11:35: Und auch bei der Digitalisierung der spannenden historischen Dokumente.

00:11:39: Die Schäfercamper Wassermühle soll nach weitere Jahrhunderte klappern, hofft Stefan Wietzner.

00:11:45: Und das wünsche ich natürlich der NRW-Stiftung auch, dass es nicht bei den vierzig Jahren bleibt.

00:11:50: Also das ist wirklich ganz hervorragend mit der NRW-Stefung.

00:11:53: Wir haben ja großes Glück, wir haben andere Mühlen hier in der Gegend die sich viel, viel schwerer tun weil einfach das finanzielle Polster nicht in dem Maße da ist.

00:12:05: also das muss ich sagen ist ganz großartig wie es damals gelaufen ist und wie es heute immer noch läuft.

00:12:18: Und hier im Förderband der Studie, da strahlt einer bei solchen Komplimenten.

00:12:22: Stefan Aß, der Geschäftsführer der NRW-Stiftung.

00:12:25: Schön oder?

00:12:26: Es ist wunderbar eine tolle Erfolgsgeschichte und es ist wirklich ein bisschen Märchenhaft so wie ich das dann

00:12:31: gehört.

00:12:31: Ja aber guck mal zu den ganz knallarten Fakten.

00:12:33: Rund sixhundertsechsen- sichttausend Euro Vordermittel hat die NRW Stiftung schon in die Schäfercamper Wassermühle investiert.

00:12:40: los ging es mit fünfhundertfünfzigtausend Euro für den Verkauf.

00:12:44: Wir haben das mal umgerechnet aus D-Mark, jetzt müssen wir diese besondere Konstellation nochmal erklären.

00:12:49: die Stiftung ist Eigentümerin ja aber Nutzerinnen und Nutzer sind die Heimatfreunde Western Cotton.

00:12:55: wie funktioniert das genau?

00:12:56: Kann ich mir das vorstellen wie vom Mieter und Mieterin?

00:12:58: oder

00:12:59: Ja nur dass wir keine Miete nehmen und gelegen dich auch Geld dazutun Und nicht

00:13:03: wenig, haben wir ja

00:13:04: gerade gehört.

00:13:05: Nicht wenig aber aus voller Überzeugung weil es uns das auch wert ist.

00:13:08: Es ist ein besonders schönes Objekt wenn es da gerade gehört toll eingebettet in die Landschaft Schönes Gelände drum zu und Wir wussten von Anfang an wir können als NRW Stiftungen In diesem Fall Das Eigentum übernehmen.

00:13:20: Aber Die Nutzung und Auch Die Verantwortung Für Das Denkmal Selbst Das Kann Nur Aus einer lokalen Initiative Aus Lokalem Engagement heraus Erwachsen.

00:13:29: und Diese Partnerschaft Die Bestand Von Anfang An und Wir sind extrem glücklich und wirklich dankbar, dass das bis heute andauert.

00:13:35: Und wir auch ganz optimistisch in die Zukunft blicken können weil die haben richtig Schwung im Verein.

00:13:40: Die haben viele Ideen.

00:13:41: Die machen sich für das Denkmal stark und wo wir helfen können tun wir das?

00:13:45: Eine unglaubliche idyllige Leute heiraten da!

00:13:48: Da

00:13:48: steht eine Trauerweide, die nennen sie aber nur trauweide.

00:13:53: Aber man muss ja sagen... Die Restaurierung, das war wahnsinnig aufwendig.

00:13:57: Aber da ging es auch schon Hand in Hand wie man mir erzählt hat?

00:14:00: Ja die Stadt hat mitgemacht der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.

00:14:03: also das ist bei ganz vielen Projekten der NRW Stiftung so dass da Förderpartner zusammenkommen aber natürlich auch Muskelhypothek vom Verein.

00:14:11: Die haben alle mit angepackt, da ist viel in Eigenleistungen passiert.

00:14:15: Also sowie zu Müller's Zeiten und nur so gelingt das auch und nur So klappt das, dass sich der Verein mit dem Objekt identifiziert, stark macht und das dann auch in die Zukunft

00:14:25: trägt.

00:14:26: Ich kann nur jedem raten da mal ein Ausflug hinzumachen.

00:14:28: immer samstags vierzehn Uhr dreißig ist die Mühlenführung tolles Ziel auch für eine Fahrradtour.

00:14:34: da steht noch so ne kleine Fahrradstation vor der

00:14:37: Tür.

00:14:37: ja wunderbar also man könnte doch nochmal aufpumpen man kann sich aber auch unter die Trauweide setzen und einfach mal bisschen genießen kann ich nur empfehlen.

00:14:45: Und die NRW-Stiftung, die war zu diesem besonderen Jubiläumsjahr auch zu Pfingsten beim Deutschen Mühlentag vor Ort.

00:14:52: also er hat auch ein bisschen so Sonderaktionen gemacht dieses Jahr.

00:14:55: Ganz genau wir feiern das ganze Jahr.

00:14:57: eigentliche Geburtstag ist der neunte September.

00:15:00: Wir sind also Sternzeichen Jungfrau und den wird ja nachgesagt besonders kreativ zu sein vielleicht doch ein bisschen feierfreudig.

00:15:05: Also wir haben

00:15:06: viele

00:15:07: Ideen Einfallen lassen mit unseren Partnern zusammen, mit den vielen, vielen Standorten an denen die NRW-Stiftung hat unterstützen dürfen.

00:15:15: Nazis sind fest, da haben wir gefeiert am Mühlentag so und wir sind über dem Land dadurch auch präsent gewesen, haben überall mal in Anker geworfen und haben gesagt so jetzt fallen wir vierzig Jahre NRW Stiftung.

00:15:25: Wir feiern das Engagement des Ehrenamt alles wofür wir dankbar sind.

00:15:29: Wow!

00:15:30: Ich finde wir hatten ja schon eine richtig schöne starke Geschichte zum Auftakt unserer Vierzigjahre Jubiläumsfolge.

00:15:36: Wir werden versprochen, später natürlich auch noch erzählen wie und warum sich die NRW-Stiftung zu dem neunten September überhaupt gegründet hat.

00:15:45: Aber wo wir gerade hier schon so Eindrücke aus den Anfangsjahren hatten, würde ich gerne eine Frau zu Wort kommen lassen, die wirklich diese ersten Förderanträge in den Händen gehalten hat.

00:16:03: Hallo,

00:16:04: ich bin Inge Michels.

00:16:05: Ich bin mittlerweile neunsechzig und habe im September achtundachtzig bei der Nordrhein-Westfalen Stiftung ganz spontan angefangen.

00:16:14: Ich

00:16:14: treffe Inge Michaels Anfang August bei ihr Zuhause am Niederrhein und das Wort Spontan passt auch irgendwie zu ihrer Jobbeschreibung damals

00:16:22: Als Mitarbeiterin erst mal undefiniert, um eine gewisse Ordnung in der Skaussell-Aktenlage zu bringen.

00:16:31: Es gab noch keine richtigen Ordner oder so was, sondern kleine Sammelmappen.

00:16:36: da waren ein paar Blättchen drin und die beinhalten dann den ersten Antragsteil oder schon Bewilligungen und das musste erst einmal ein bisschen geordnet werden an dem System rein.

00:16:48: Die erste Geschäftsstelle der Stiftung ist damals eine kleine Etage im NRW Umweltministerium.

00:16:54: Und das Team ist überschaubar!

00:16:56: Ein Geschäftsführer, ein Stellvertreter, der auch fürs Personal zuständig war... ...eine Sekretärin und eine Schreibkraft.

00:17:03: Damals gab es ja noch keinen Computer, kein Handy, nichts.

00:17:07: Wir haben uns nie als Amtgefühl, so nach dem Motto abhaken stimmt nicht.

00:17:12: Nein wir haben uns dann hingesetzt in der Sachbearbeitung und haben die Leute vor Ort angerufen haben gesagt folgendes wir würden euch gerne helfen die Richtung ist schon interessant aber wir brauchen von euch noch diese und jene unterlagen.

00:17:25: ich bin da voll reingewachsen Und ich muss sagen, das hat auch unheimlich Spaß gemacht.

00:17:30: Ich hab dann erst mal sämtliche Bestimmungen und Regeln vom Naturschutz und der Landschafts-Gesetze gelernt.

00:17:35: Gute

00:17:35: Orientierung ist allerdings nicht nur im Regelwerk gefragt, sondern auch in Natur und Landschaft selbst.

00:17:42: Es

00:17:42: gab noch kein Navikationssystem.

00:17:44: Alles musste per Karte erforscht werden.

00:17:47: Wenn man eine Grünfläche mitten ... am Niederrhein, wo alles platt ist.

00:17:53: Wo jede zweite Fläche gleich aussieht und dann sollte man genau diese Parzelle finden das konnte abenteuerlich

00:18:00: werden.".

00:18:05: Er meistens hat es aber geklappt sagt Engel Michels der die Abenteuerlust auch wirklich heute noch ins Gesicht geschrieben steht.

00:18:11: Es sind völlig andere Bedingungen in den Späten.

00:18:15: Mit den Jahren kommen dann mehr und mehr Anträge, die Förderbereiche Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege spezialisieren sich immer mehr.

00:18:22: Und es kommen auch immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

00:18:24: Das hat sie auch noch erzählt.

00:18:26: Und weil's auf der Etage im Umweltministerium zu eng wird, zieht die NRW-Stiftung.

00:18:33: wo sie bis heute zu Hause ist und auch bleibt, oder

00:18:36: Stefan?

00:18:37: Ja natürlich.

00:18:37: Das ist unser Zuhause das ist das Haus der Stiftung in NRW.

00:18:41: dass wir gemeinsam mit der Kunststiftung Nordrhein-Westfalen bewohnen sage ich immer.

00:18:46: also da haben wir so unsere zentrale Vandarschwerme aus ins Land zu den vollen Projekten Oder werden auch besucht.

00:18:53: Also die Gäste kommen gerne hin.

00:18:55: Wir haben sogar eine Haltestelle vorm Haus Die heißt Haus der stiftung.

00:18:58: also das ist wirklich etabliert.

00:19:00: Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Stiftung inzwischen?

00:19:03: Inzwischen sind wir dreißig.

00:19:06: Und die Abteilungen selber sind auch mehr geworden, oder?

00:19:09: Ja, wir haben ja gerade gehört, Ingat früher eigentlich alles gemacht.

00:19:12: Das kleine Team hat irgendwie alles gemacht und jeder musste anpacken.

00:19:15: das ist so diese Pioniergeneration, die alles aufgebaut hat und die auch erstmal so richtig rausfinden musste.

00:19:19: wie machen wir denn das?

00:19:20: weil Werden den Auftrag der NRW-Stiftung sollte unbürokratisch sein sie sollte schnell sein Fantasievoll.

00:19:26: Das steht sogar in den Protokollen des Landtags, ein seltenes Wort in den Landtagsprotokollen.

00:19:30: So

00:19:31: das sind wir bis heute geblieben aber natürlich weiter spezialisiert.

00:19:34: Das bleibt nicht aus.

00:19:35: wenn man größer wird und wenn man auch merkt dass es in den Projekten auch eine Spezialisierung und eine Professionalisierung ist und wir das ja auch aktiv begleiten wollen so deswegen haben wir das aufgeteilt eine Förderabteilung, die widmend sich dem Naturschutz.

00:19:50: Es gibt

00:19:51: eine Fördeabteilungen, die wird mit sich daheimert und kulturpflege.

00:19:54: Und weil wir auch über die Jahre mehr Flächen erworben haben und neben der schönen Schäfer Kemper-Wassermühle noch andere historische Gebäude, haben wir eine Abteilung ,die sich genau darum kümmert dass sie Liegenschaftsabteilungs.

00:20:08: Denn es gibt ja auch einige Flächenkäufe im Laufe dieser Jahrzehnte.

00:20:12: Und einer der ersten Flächenkäufe der NRW-Stiftung damals war in der Eifel, im Naturschutzgebiet Perlenbach Furzbachtal.

00:20:19: Das liegt direkt an der belgischen Grenze bei Monschauhöfen und an diesem Gebiet kann man super sehen wie eine ganze Landschaft erblüht ist durch die Arbeit der NRD Stiftung Engagierte Menschen, die vorangegangen

00:20:32: sind.

00:20:32: Maria, wenn du von Blüte sprichst, meinst du die Narzissenwesen?

00:20:36: Das gelbe Meer der Eifel wird's auch genannt.

00:20:40: Kann man sich kaum vorstellen diese Zahl.

00:20:41: über rund zwanzig Millionen Narzissen blühen hier im Frühling und sie sind ein absoluter Publikumsmagnet.

00:20:48: Mich hat es allerdings um Sommer mal hingezogen!

00:20:56: Wir sind hier im Pernbach-Vordsbachtal.

00:21:02: Ich stehe an einer Feuchtwiese, die durch unseren Landschaftspflege-Trupp gemäht wurde.

00:21:07: Und jetzt ist unser Trupp bestehend aus Bundesfreiwilligendienstlernen dabei, die Fläche zu holen.

00:21:12: Zusammen mit Daniel Lück von der Biostation Städteregion Aachen gucke ich auf eine grüne Wiese.

00:21:19: Kein bisschen gelb!

00:21:21: Es ist Ende Juli und die Narzissen schlummern längst wieder im Boden, warten auf den nächsten Frühling.

00:21:27: Der Landschaftspiel getropft, das sind heute Ayin, Natalie und Elias.

00:21:31: Alle so um die zwanzig, die hier das Heu zusammen tragen mit Heugabel.

00:21:37: Obwohl sie erst seit fünfzehn Minuten dabei sind ist Elias schon schweißüberströmt.

00:21:41: Ist es die beste Methode?

00:21:43: Die, die wir immer benutzen?

00:21:44: nach jeden Fall.

00:21:45: Aufkommst du dann!

00:21:47: Dass man mehrmals zusticht auf dem Haufen, dann kriegt man einen größeren.

00:21:50: Der sitzt sicherer auf der Gabel drauf, damit er nicht abfällt, wenn man ihn transportiert.

00:21:55: Müsst

00:21:55: ihr das noch hübsch aufstapeln?

00:21:58: Auf den oberen Teil der Wiese tun wir es auf einem großen Haufen und dann wird ein Bauer kommen, der das abholt.

00:22:03: Das Heu wird unten an der Wiese auf einer großen Plane gesammelt, die per Seilwinde vom unteren Teil bis zum Weg hochgezogen wird ... Wenn sie tut was sie soll!

00:22:19: Heute ist sie leider nicht

00:22:20: so in Stimmung.

00:22:23: Der Schok ist okay, der ist jetzt drin oder was?

00:22:25: Die Wiese ist etwa ... ... und gehört zu den ... ... die überhaupt gemäht werden.

00:22:34: Andere Flächen bleiben auch mal stehen damit bestimmte Insekten hier Material zum Überwintern finden, erklärt Daniel Lück.

00:22:41: Die Narzissen sind zwar die gelben Superstars der Gegend, aber es gibt noch andere.

00:22:46: Es gibt auch weitere besondere Arten hier.

00:22:48: Wir haben eben drübergegangen und gesehen das Sumpffeilchen.

00:22:50: Das ist ein selter Falter dran, der braunfleckige Permutter-Falter.

00:22:54: Und auf diesen feuchten Flächen zum Beispiel auch der Lila Goldfeuerfalter.

00:22:57: Also das sind absolute Highlights in noch dreimalst fahren, die im Bergland in den Feuchtwiesen vorkommen.

00:23:02: Fünfundvierzig Tagfalterarten leben hier – und auch die locken etliche Besucherinnen an!

00:23:09: Auch aus dem Ausland.

00:23:12: Wir hoffen, dass sich die Seilwinde bald einkriegt und ziehen schon mal ein Stück weiter zu anderen Flächen.

00:23:19: Tschüss!

00:23:20: Hat

00:23:21: man das Seilen

00:23:22: bisschen?

00:23:22: Ein

00:23:22: bisschen Strand.

00:23:24: Nur ein bisschen runter.

00:23:26: Wenige Meter weiter sieht die Landschaft völlig anders aus.

00:23:29: Ich sehe Waldflächen und gleich daneben sind nicht mehr wie eben Feuchtwiesen mit

00:23:33: Quellaustritten

00:23:35: sondern magere trockene Hangbereiche.

00:23:39: Also diese Standortvielfalt ist immens und im Prinzip befinden wir da, wo wir uns aber jetzt stehen auf einem Standort, wo natürlicherweise Buchenwälder wachsen würde.

00:23:47: Und diese verschiedenen Grünlandgesellschaften... Sprechen ja auch hier von diesen Narzissenwiesen, die eigentlich Bergmehrwiesen sind.

00:23:54: Narzissenreiche Bergmehlwiesen und Ersatzgesellschaften dieser Buchenwald-Standorte im Prinzip.

00:23:59: Das heißt durch den Menschen geschaffen.

00:24:01: Professor Schumacher hat das immer vergleichend auch, dass ist ein Kulturgut wie der Kölner Dom im Prinzip auch ähnlich alt Jahrhunderte alt.

00:24:08: Der Bonner Biologieprofessor Wolfgang Schumacher ohne diesen Mann gäbe es vermutlich kaum etwas zu erzählen über diese Eifelflächen.

00:24:17: Er war derjenige, der sich schon Mitte der Neunzehnhundertsiebziger damals zusammen mit Loki Schmidt für die Gegend stark gemacht und gesagt hat Leute hier schlummern im Boden wahre Narzissenschätze.

00:24:28: Aber die vielen Fichten, die hier gesetzt wurden verhindern dass sie eine Chance haben.

00:24:33: Und das hat er auch immer wieder in die NRW-Stiftung getragen.

00:24:36: da war er von Anfang an im Vorstand.

00:24:38: Die NRW-Stiftung hatte Ende der Achtzigerjahre.

00:24:41: Da war es im Prinzip nicht nur fünf vor zwölf, sondern eins vor zwollf angefangen diese Flächen zu erwerben weil sich im Prinzip nach dem Zweiten Weltkrieg aber insbesondere dann fünftiger sechzig Jahre diese Landwirtschaft in diesen abgelegenen Tälern nicht mehr gelohnt hat.

00:24:54: Dann wurden die mit Fichten aufgeforstet und das hielt im Prinzip an.

00:24:58: Es gab da eine Unterschutzstellung Aber nichtsdestotrotz wurden die Fichten größer Und dann hat man das gerade noch erkannt und über die NRW-Stiftung angefangen, diese Flächen zu kaufen.

00:25:08: Ich sah das Gebiet vor, sagen wir mal, von

00:25:14: ca.

00:25:18: Wichtig war von Anfang an, mit den Landwirten ins Gespräch zu kommen und sie mit ins Boot zu holen.

00:25:24: Wolfgang Schumacher erklärt das selbst in einem Interview im Jahr ...

00:25:28: Wenn man sich jetzt für ein Gebiet einsetze, dass Unterschutz gestellt werden sollte?

00:25:34: Da gab es Vens- und Abers- und eigentlich wurde gar nicht die Chance gesehen!

00:25:39: Und wir haben aber diese Widerstände bei solchen und ähnlichen Aktionen überwinden können, weil wir hier vor dreißig Jahren gewissermaßen in Deutschland den Vertragsnaturschutz erfunden haben.

00:25:53: Wir haben gesagt, wenn Menschen darauf verzichten eine intensive Nutzung durchzuführen auf ihren Flächen?

00:26:01: Was sie ja könnten!

00:26:02: Wenn Sie da auch verzichten dann muss ich das für Sie ökonomisch lohnen.

00:26:07: Schumacher hat damals genau den richtigen Ton getroffen, davon erzählen viele die ihn erlebt haben.

00:26:13: Er ging Sonntags in die Kirche heißt es da saßen auch Landwirte und nach dem Gottesdienst hat er ihnen dann von Orchideen auf ihren Flächen erzählt – und natürlich von den Narzissen.

00:26:27: Und um die Gespräche mit den Landwirten.

00:26:36: Auch er kennt die Narzissenwiesen schon sehr lange!

00:26:39: Ich war selber sogar auch im Studio bei Wolfgang Schumacher hier in Gebiet und als Weihnachtsbaumaktion haben wir hier, ich sag mal auf den gekauften Stücken junge Fichten rausgeschlagen und die wurden dann ans Weihnachtsbäume in Bonn noch verspendet.

00:26:50: Und Wolfgang schumacher hat die Faszinationen ja auch für diesen Schutz rübergebracht.

00:26:57: Es war mir auch immer wichtig, auch in den letzten Jahren mit ihm im Gebiet Zeit zu verbringen sich im Endeffekt auch zu freuen, was passiert ist.

00:27:06: Klingt als wäre es eine dicke Freundschaft gewesen zwischen euch?

00:27:09: Ja würde ich so bezeichnen.

00:27:10: Also emotional in der Sache und

00:27:15: ja... Ich glaube auch er ist hier immer irgendwie oder?

00:27:18: Ja

00:27:18: auf jeden Fall!

00:27:22: Und jedes Jahr aufs Neue passiert dann im März, April hier im Perlenbach-Furzbachtal das Naturwunder.

00:27:29: Millionen von Narzissen stecken ihre Köpfe aus dem Boden und werden zu einem gelben Meer das Tausende Schaulustigen anlockt – alle wollen.

00:27:38: zur Promi Blume!

00:27:40: Daniel Lück kann es verstehen... Einerseits.

00:27:43: Das ist die Promi-Bloom, ich versuch trotzdem immer noch zu vermitteln, dass auch viele andere Dinge besonders sind!

00:27:51: Ich mag die Nanzisse aus sehr aber man sollte auch die anderen Sachen auf jeden Fall nicht vergessen.

00:28:00: Maria, ich merke die Einladung sich den Narzissenwiesen in der Eifel anzusehen.

00:28:04: Die gilt eigentlich ganzjährig.

00:28:05: Ja

00:28:05: unbedingt!

00:28:06: Das ist mir auch noch mal klar geworden als ich da war.

00:28:08: stander der Bärwurz.

00:28:10: darum sagt man auch manchmal bärwurst wiesen das ist ein bisschen so einen gewürzt dass auch als heil und Gewürzpflanze zählt.

00:28:17: Ich weiß nicht ob man es in Salat tun kann Man kann Schnaps draus machen Prost übrigens nochmal hier, vierzig Jahre

00:28:21: NRW-Stiftung

00:28:23: Sehr gut mit Apfelsaufte übrigens von meiner Stelle

00:28:25: wunderbar.

00:28:26: Narzissenfest Auch jedes Jahr, das ist auch dieses Jahr eine große Show gewesen wieder.

00:28:32: Vielleicht kannst du mal ein bisschen was dazu erzählen wo das stattfindet wer dahin kommt was da los ist?

00:28:36: Ja das ist für uns wirklich ein fixer Termin im Kalender.

00:28:40: wir machen es in April und zwar wieder partnerschaftlich mit einer Kommune so wie wir's jetzt auch gelernt hatten im Böttwestern-Kotten.

00:28:46: also es geht immer häufig wenn Stiftungen, Kommunen, Vereine sich die Hand reichen hier eben mit den Naturschützern und Monschau.

00:28:55: Das sind die beiden Orte, da sind die Narzissenwiesen einmal in Hellenthal, das ist ja ein Monschau immer abwechselnd, ist das fest?

00:29:02: Und wir haben hier im Jahr-Zwei-Tausend-Zweihundzwanzig zum Beispiel das vierzigste Narzissenfest gefeiert!

00:29:06: Das ist natürlich eine tolle Geschichte.

00:29:08: Wir sehen auch, dass es ein Projekt ist, etwas älter als die NRW Stiftung.

00:29:11: Da sind viele... Schon Anfang der Achtziger Jahre, die sich zusammengetan haben.

00:29:15: Der Name Luki Schmidt ist ja gerade auch gefallen.

00:29:17: Die hat auch die Blume des Jahres erfunden.

00:29:19: Das ist ja auch eine tolle Idee um Naturschutzteam zu vermitteln.

00:29:22: und die erste Blume das Jahr, es ist neunzehnundachtzig glaube ich war das Das war die gelbe Narzisse.

00:29:26: Wow!

00:29:27: Super!

00:29:27: Also das Projekt hat wirklich klein angefangen, kann man sagen mit diesen beiden eigentlich, die die Initiative erst mal gestartet haben und dann hat es viele Unterstützer gefunden, Prominente auch.

00:29:37: Jean-Pierce zum Beispiel ist einer der bekanntesten glaube ich seit Jahrzehnten Pate.

00:29:42: Absolut.

00:29:43: Und heute kann man sagt, ist es über die Grenzen hinweg ein großes Projekt denn Berginn ist ja auch mit dabei?

00:29:48: Ja ganz

00:29:48: klar, Naturschutz kennen keine Grenzen und das Tolle ist einfach dass die Region verbindet, Ja, die Menschen mit dieser Region identifiziert und auch weiter rüber hinaus.

00:29:59: Also ich würde sagen wir ziehen

00:30:00: mal

00:30:01: weiter

00:30:01: in unserer Blüten-Sammlung hier zu einem Förderprojekt das in dieser Runde glaube ich sogar das älteste

00:30:07: ist

00:30:08: jedenfalls nach Antragslage von.

00:30:15: Wo liegt denn Kleinenberg und was ist überhaupt eine Küsterschule?

00:30:18: Er ist ein sehr idyllischer Ortsteil der Stadt Lichtenau im Kreis Paderborn, herrliche Gegend.

00:30:24: Und in ländlichen Gebieten wie hier in Ostwestfalen waren in den vergangenen Jahrhunderten diese Küsterschulen tatsächlich Usus.

00:30:30: da hat der Küster quasi der Kirchendiener der Gemeinde an Sonnen- und Feiertagen die Kirche aufgeschlossen dem Pfarr ins Messegewand geholfen und die Kerzen angezündet und unter der Woche Hatte dafür gesagt, dass er das quasi wenn man so möchte den Kindern im Dorf das Licht aufgeht.

00:30:47: Das war dann tatsächlich der Lehrer im Dorff und vor über zweihundert Jahren ist da für einen kleinen Berg extra ein Schulgebäude errichtet worden.

00:30:56: die Wohnung vom Küster gab es dann direkt auch im schulaus.

00:31:00: so hatte der Mann auf jeden Fall kurze Wege.

00:31:02: Und aus dieser alten Schule ist dann vor knapp vierzig Jahren aber was völlig anderes geworden, oder?

00:31:07: Schule ist passé.

00:31:08: Ja heute heißt das Heimathaus Kleinberg und es zum Mittelpunkt der Dorfgemeinschaft geworden.

00:31:14: Und dass auch weil die NRW-Stiftung direkt mit eingestiegen ist, das war in nineteen hundert siebenund achtzig ein Segen für den Ort sagen die Akteure von damals.

00:31:24: Aber Kleinberg habe ich festgestellt ist ohnehin gesegnet.

00:31:35: Kleinenberg ist einer der ältesten Wallfahrtsorte in Westfalen.

00:31:40: Seit mehr als sechshundert Jahren pilgern Menschen hier zum Gnadenbild Maria Helferin vom

00:31:46: Berge.

00:31:52: Im Heimathaus hat gerade eine Chorprobe begonnen, die Sängerin und Sänger begleiten die sogenannten Mysterienspiele von Kleinenbergen.

00:32:00: Alle fünf Jahre werden Ereignisse aus dem Leben der Mutter Gottes dargestellt, an verschiedenen Stationen unter freiem Himmel mit rund hundert Darstellerinnen und Darstellern aus dem Ort.

00:32:21: Am elften

00:32:22: und zwölften September ist es wieder soweit – und dafür wird geübt!

00:32:27: Gemeinschaft wird in Kleinberg großgeschrieben und das Heimathaus spielt dabei eine tragende Rolle Nicht nur bei den Mysterienspielen.

00:32:35: Wir haben einen Jugendtheater und einen Seniorenteater lange Zeit gehabt, jetzt haben wir ein Klassenzimmerteater, liegt also auch vom Altersschnitt her ungefähr in der Mitte ... Und die treten hier regelmäßig auf.

00:32:46: Wir haben zwei Männerkochklubs, also einer war so voll, dass sich gleich noch einen Zweiter gegründet hat.

00:32:52: Klaus Weise ist der Vorsitzende des Fördervereins Heimathaus Kleinberg.

00:32:57: Wir hatten zwei Tanzgruppen eine Volks-Tanzgruppe und eine Square Dance Gruppe.

00:33:02: Das ist dann auch durch Corona.

00:33:03: Da hat sich das Ganze geändert.

00:33:04: Die Gruppe trifft sich heute immer noch und macht jetzt ein Spieletreff.

00:33:08: Also es gibt so viele Gruppen.

00:33:09: ich habe jetzt garantiert wieder irgendwelche vergessen, die hier eben selbstständig für sich arbeiten.

00:33:17: Und wenn gestrichen wird, macht das dann auch die Leute selber oder werden Handwerker beauftragt?

00:33:21: Oder ist dann auch im Grunde jetzt die Salbedorf beschäftigt hier?

00:33:25: Genau so ist es.

00:33:26: da geht ein kleiner Hilferuf von einer zum nächsten und dann wird gesagt wir wollen mal wieder den Saal streichen der hat es nötig und dann treffen sie gleich ein paar Personen hier und sind damit dabei.

00:33:37: Die Kulturbühne

00:33:38: ist

00:33:38: ein moderner Anbau vom Heimathaus.

00:33:41: Chor-Sängerin Lucy erklärt mir in der Pause, was sonst noch hier los ist?

00:33:45: Hier werden auch manchmal Bücher vorgestellt oder irgendwas anderes.

00:33:50: Lucy und ihre Schwester Juna sind acht und zehn Jahre alt und damit die Jüngsten im Chor.

00:33:56: Edith ist mit einen neunzig Jahren die älteste!

00:33:59: Und sie sagt das Heimat Haus hat seinen Namen echt verdient.

00:34:03: Ja ich glaube schon dass es für mich ein bisschen zur Heimat hiermit gehört Und der Chor ist jetzt wieder neu gestartet.

00:34:09: Da bin ich sehr froh drüber, wunderbar!

00:34:12: Es wäre schade, wenn das fehlen würde, denn das ist ein großer kultureller Bestandteil bei uns im Ort.

00:34:18: Um ein Haar hätte das historische Bauwerk die ehemalige Küsterschule Kleinberg aber tatsächlich gefehlt.

00:34:25: An einem Rosenboden stand der Bagger hier schon davor.

00:34:32: Eine ganze Anzahl von Menschen im Ort gab, die gesagt haben, die Schule muss abgerissen werden.

00:34:37: Was wollen wir damit?

00:34:39: Johannes Hibbeln und Ferdinand Bunte schütteln immer noch unglaublich die Köpfe.

00:34:43: Die beiden Männer haben hier selbst noch die Schulbank gedrückt zwar wegen ihres Altersunterschieds nicht zusammen aber die Erinnerungen verbinden.

00:34:52: Im alten Klassenzimmer

00:34:54: hängt

00:34:54: noch die Originaltafel an der Wand.

00:34:56: Johannes Hibln zeigt wo er gesessen hat.

00:34:58: Die Zimmer wurde noch mit einem Holzofen befeuert.

00:35:03: Und man suchte sich natürlich, wenn es ging ein Platz der im Winter angenehm war und der Ofen stand hier und ich saß hier vorne.

00:35:14: In diesem Raum saßen dann vier Jahrgänge oder fünf Jahrgänger, die Jungen waren getrennt da drüben in einer neuen Schule, da waren die Mädchen und hier waren die Jungs.

00:35:24: So unter Lehrer musste er natürlich gucken Dass er diese nicht immer ganz braven Jungs im Schach hielt.

00:35:32: Was wollen Sie andeuten, Häbeln?

00:35:33: Waren sie nicht immer brav oder was?

00:35:35: Ich hab gesagt die Jungs.

00:35:37: Ach so okay!

00:35:38: Er sprach mal von der Allgemeinheit nicht von

00:35:40: sich

00:35:41: selber.

00:35:42: Ja und ...

00:35:43: Und wo haben Sie gesessen?

00:35:44: Zeigen Sie mal.

00:35:46: Ich habe mehr zentral gesessen.

00:35:49: Hier in der Mitte hab ich gesessen, das weiß ich noch ziemlich gut.

00:35:53: Der Eingang war auch von da und hier von hinten heraus war die Küche des Lehrers.

00:35:59: Der kam dann durch diese Tür nach dem Frühstück morgens.

00:36:03: Kirchenküster zu sein meistens auch noch Organist-und Dorflehrer.

00:36:08: Das brachte Privilegien aber trotzdem hielt er man sogar noch viel um über die Runden zu kommen.

00:36:13: Neben Klassenzimmer und Wohnstube lag der Stall.

00:36:16: Da ist noch

00:36:17: ein Trog!

00:36:18: Ach, der alte Stalltrog

00:36:20: hier

00:36:21: ... Und da unten sehen Sie die Ringe, wo die Tiere angebunden werden konnten.

00:36:26: Von der Küche aus von hier war eine Treppe.

00:36:30: Da wurde die Milch gelagert, da wurde gebuttert.

00:36:33: Die

00:36:33: ehemalige Küsterschule über zweihundert Jahre Kultur- und

00:36:37: Heimatgeschichte.

00:36:39: Aber nach dem Ende des Schulbetriebs Anfang der Neunzehnten Stand das Gebäude auch viele Jahre leer, wurde marode und immer mehr zum Schandfleck mitten

00:36:48: im Ort.

00:36:49: Und immer lauter wurde damals der Ruf abzureißen.

00:36:52: Dann haben wir miteinander gesprochen.

00:36:56: Wir können doch eigentlich die Schule hier nicht einfach so verschwinden lassen?

00:37:00: Ich sage heute immer, die Zeit war nicht reif, sowas zu überlegen.

00:37:04: Die Bevölkerung hat das nicht gesehen, welche Chancen in so einer Gebäuse waren.

00:37:10: zum Beispiel als Gymnastekalle für den Sportverein oder für Kulturveranstaltungen.

00:37:16: Ideen hatten Ferdinand Bunte und Johannes Hibbeln von Anfang an genug, aber selbst der örtliche Fahrer hätte lieber abgerissen.

00:37:23: erinnern sich die beiden kleinen Berg habe sich regelrecht in zwei Lager gespalten.

00:37:29: Und am besagten Rosenmontag, da stand dann überraschend der Abrissbagger vor der Tür.

00:37:35: nur vom

00:37:36: Fahrer fehlte jede Spur.

00:37:38: Zum Glück!

00:37:39: Der Baggerfahrer hat gesagt, alle gehen mal einen Rosenbund trinken.

00:37:43: Warum soll ich nicht auch immer in meine Kneipe gehen?

00:37:47: Am anderen Tag?

00:37:49: niemand außer die eingeweihten Leute wussten davon.

00:37:52: Es gab ja gar keine Abgruchs-Benehmigung und am nächsten Tag auf einmal konnte der Bagger nach Hause fahren.

00:37:58: Das Team Hibbeln-Bunte hatte sich Hilfe geholt.

00:38:01: Die Behörden informiert, die Denkmalpflege das Dach der Küsterschule war allerdings schon

00:38:07: weg.

00:38:07: Der Nachbar, dem hatte man schon gesagt.

00:38:10: Du kannst schon mal anfangen für deinen Viehstall.

00:38:12: Kannst du die Pfannen noch gebrauchen?

00:38:14: Der hat dich alle runtergeholt!

00:38:16: Das war andererseits auch ein Grund, um die Überlegungen zu beschleunigen.

00:38:23: Was können wir tun, um dieses Gebäude zu erhalten?

00:38:27: Es war eine Idee und von der waren wir überzeugt.

00:38:30: Der Förderverein Heimathaus Kleinenberg wurde gegründet.

00:38:34: Johannes Hibbeln und Ferdinand Bunte ... wurden die Vorsitzenden.

00:38:39: Die NRW-Stiftung wurde gegründet, Gott sei Dank.

00:38:43: Und dann haben wir an die Lotterie Gesellschaft geschrieben.

00:38:47: Das war ihr Sechser im Lotto, oder wie?

00:38:49: Das war mehr als ein Sechser im Lottow.

00:38:51: Wir waren dermaßen angetan, dass wir endlich Befürworter gefunden hatten.

00:38:58: Ein Sägen für das Haus und das Haus war ein Säge für die Gemeinde heute noch.

00:39:03: Die NRW-Stiftung übernahm die alte Küsterschule Kleinenberg in ihr Eigentum.

00:39:10: Auch die Rechnung für die dringend nötige Restaurierung umgerechnet zweihundert-achtzigtausend Euro.

00:39:16: Zur feierlichen Einweihung, Pillgötte sogar hat der Nordrhein-Westfälische Ministerpräsident Johannes Rau persönlich nach Kleinenberg ein Ereignis an das die Zweifler im Dorf zuerst auch nicht glauben wollten.

00:39:28: Bevor er kam in der Kneipe, der kommt nie und kann mehr plötzlich!

00:39:33: Wir waren schon stolz, dass er dieses Ganze für so wichtig herrachtete.

00:39:39: Dass er als Ministerpräsident hierhin kam.

00:39:42: Ist ja nun mal nicht alltäglich!

00:39:44: Ich hab das genossen.

00:39:49: Auch viele die Zweifel hatten,

00:39:53: die

00:39:53: haben das doch revidiert.

00:39:54: und dann hat man gesagt, Mensch da steckt aber doch ein erst dahinter in der Landesvater herkommen.

00:40:02: Zurück ins Jahr ... ... zurück zur Chorprobe.

00:40:07: Klaus Weise lässt noch einen Kanon zum Besten geben, der Vorsitzende vom Vorderverein Heimathaus Kleinberg ist nämlich auch Choreleiter.

00:40:16: Ferdinand Bunte verstärkt den Bass – so klingt Gemeinschaft in Ostwestfalen!

00:40:33: Wow, klingt doch wie so ein Superständchen.

00:40:36: zum vierzigjährigen Gebiet Leben der NRW-Stiftung.

00:40:38: Rettung in letzter Minute, Stefan Ast, unglaubliches Bürgerangage.

00:40:42: Wie ist das damals mit der NRWE-Striftung gelaufen?

00:40:45: Also in Westfalen geht jemand zum Karneval feiern und dadurch bleibt das Denkmal stehen.

00:40:48: Das finde ich schon wirklich beachtlich.

00:40:51: Uns hat es einfach von Anfang an begeistert – das hätte Inge Michels wahrscheinlich genauso erzählt -, dass die Menschen da nicht einverstanden waren, dass da was entschieden wird, Mitte ihres Dorfes etwas rausreißt.

00:41:04: Identität bedeutet, dass es ...

00:41:05: Das war nur das halbe Dorf.

00:41:06: Da haben die erzählt, da waren nicht alle von überzeugt damals.

00:41:09: Die mussten alle mitziehen an dem Grunde.

00:41:11: Aber krass, ne?

00:41:12: Dass sich schon mal einer die Dachpfanne nimmt.

00:41:14: Ja genau!

00:41:15: Ja aber bei Recycling war ja vom Prinzip her nicht schlecht.

00:41:17: Wir haben sie

00:41:18: mir auch gesagt, man kann's hier nehmen.

00:41:20: Und anders wie bei der Schäfercamp am Mülle musste glaube ich die NRW-Stimmung auch nicht mehr da was für bezahlen sondern es gab's dann für Nulle.

00:41:26: Ja.

00:41:27: Genau.

00:41:27: Aber übernommen und viel Geld reingesteckt natürlich.

00:41:30: Ja das muss ja sein und auch da wieder viel Muskelhypothek.

00:41:32: die haben mitgeholfen und die waren auch glaube ich begeistert, dass sie das geschafft haben.

00:41:37: Das ist natürlich auch so ein bisschen stolz, dass da dieser Abbruch verhindert worden ist, dass man Verantwortung für das Denkmal übernimmt einen Mittelpunkt gibt.

00:41:48: Also es ist in dieser Zeit einfach so viele glückliche Momente, die zusammengekommen sind was denen dann diese tolle Geschichte wurde.

00:41:55: Wir feiern ja hier heute nicht nur die NRW-Stiftung sondern wie in jeder Förderbandefolge auch die Leute, die eben vor Ort so engagiert sind und Menschen wie Ferdinand Bunte und Johannes Hibbeln.

00:42:07: Wir haben wirklich zugepackt damals, haben das angestoßen und haben dann auch lange Jahre Verantwortung übernommen.

00:42:13: Und Johannes Sibbeln hat da noch eine Spezialaufgabe übergenommen!

00:42:16: Ja das ist natürlich super.

00:42:17: die sind Mitglied bei uns im Förderverein geworden den gibt es ja seit malten achtundachtzig.

00:42:21: wir wollten ja auch eine Beteiligungsmöglichkeit, eine Mitmach-Möglichkeit und auch einen Raum schaffen für mehr Verbindung zur NRW Stiftung und Johannes Sibeln ist zwölf Jahre lang ehrenamtlicher Regionalbotschafter und zwar dann für den ganzen Kreis Paderborn gewesen.

00:42:37: Und er hat auch durch seinen Beispiel gezeigt, wie es funktionieren kann – hat sicherlich auch viele andere in ihrem Ehrenamt bestärkt, ermutigt und auf die NRW-Stiftung gezeigt hingewiesen.

00:42:49: Das ist toll!

00:42:50: Es gibt noch eine ganz schöne Anekdote, nämlich als Herr Ministerpräsident Johannes Rauern da war zu Besuch.

00:42:56: Da herrschte der Ausnahmezustand das ganze Dorfer auf dem Bein, das Spielmanns-Zlukaam, na Security, er hatte sich eine Menge zu tun aber plötzlich tauchte am Rande des Geschehens ein Brautpaar auf.

00:43:06: die Kamen frisch von der Fahrkirche und Johannes Rauer hat dann alle stehen lassen und ist erst mal zum Brautpage gegangen und hatte als Landesvater den Segen gegeben.

00:43:15: so wahrer

00:43:16: Ja, das ist toll.

00:43:16: Also diese Verbindung zu den Menschen da hat er einfach einen Talent für gehabt auch sicherlich ein Herz für gehabt und... Diese Verbindung.

00:43:23: es gibt ganz viele Menschen die uns von Begegnung mit Johannes Rau erzählen.

00:43:27: Im Zusammenhang mit unserer Stiftung, der hat viele Termine wahrgenommen, der war unser Erster Stiftungsratsvorsitzender vieler Entscheidungen mitgetragen Und dann ist er auch rausgefahren ins Land und hat sich das angeschaut und war bei Öffnungen dabei.

00:43:37: So jetzt ist hier aber unser damaliger Ministerpräsident mehrfach schon durchs Bild gelaufen.

00:43:43: Das nehme ich jetzt mal zum Anlass.

00:43:45: Ich glaube, die Zeit ist reif, um über den echten Anfangspunkt der Stiftung zu sprechen.

00:43:50: Wie wir wissen hat jeder Anfang immer noch eine Vorgeschichte und diese hier beginnt Mitte der Neunzehnten mit einer Reise nach Großbritannien.

00:43:58: Das sind drei Vertreter des NRW Landtags alles Mitglieder im Kulturausschuss.

00:44:03: Aufgebrochen wollten sich mit dem National Trustvertraut machen, der wurde in England, Wales und Nordirland gegründet.

00:44:11: Und zwar um Landschaften und Kulturschätze zu bewahren und sich darum zu kümmern.

00:44:15: Die Frage die diese drei dann auch im Gepäck hatten war ließe sich sowas auch im eigenen Land in Nordrhein-Westfalen auf die Beine stellen?

00:44:22: Es gab noch einen anderen Gedanken dahinter.

00:44:24: so eine Stiftung wäre ja das ideale Geschenk zum Geburtstag des Landes.

00:44:28: NRW wurde ja neunzigzechs, nachtzig vierzig Jahre alt Und so hat Johannes Rau im Juni, dass sich vor dem Landtag erklärt.

00:44:36: Ich zitiere wir werden die Grundlage für eine Stiftung Naturschutz Heimat und Kulturpflege schaffen.

00:44:41: Und damit sollte auch die Eigeninitiative der Bürgerinnen und Bürger wachgekitzelt werden.

00:44:46: also eine Einladung an das Engagement im Land für das Land.

00:44:51: Ja und also stand bei der Gründung der NRW-Stiftung der National Trust in Großbritannienparte kann man sagen aber Jetzt kommt's.

00:44:59: Die Idee für diese Patenschaft kam noch mal von anderer Stelle.

00:45:03: Cornelia, da weißt du mehr?

00:45:04: Ja, daran hatte wohl Christina Rau ihren Anteil die Frau des damaligen Ministerpräsidenten.

00:45:10: Sie ist im Bielefeld geboren und aufgewachsen aber als Teenagerin ist sie aufs Internat gegangen unter anderem in Schottland Und später hat sie dann in Wales und am Kings College in London studiert Politikwissenschaften, Volkswirtschaftsgeschichte.

00:45:23: Christina Rohr hat also sehr viele Jahre auf der Insel verbracht

00:45:27: und kannte

00:45:27: deshalb die Projekte des British National Trust, was sie mir selbst erzählt hat.

00:45:31: Der National Trust ist ja eine der größten Naturschutz- und Kulturschutzorganisationen Europas.

00:45:38: Und wenn man in Großbritannien lebt, kommt man da nicht vorbei an den herrlichen Herrenhäusern und die Parks.

00:45:43: Was mich immer besonders begeisterte waren die Ehrenamtlichen, die einen dort rumführten wo man so das Gefühl hatte – Das gehört denen wirklich!

00:45:51: Also sie sind Teil davon und engagieren sich für ihre Kultur.

00:45:55: Davon habe ich meinen Mann vorgeschwärmt und deshalb war es vielleicht wirklich ... Also der National Trust war dadurch wahrscheinlich der Vorbild.

00:46:02: Und jetzt wissen wir natürlich auch, worüber bei den Raus zuhause am Mittagstisch so gesprochen

00:46:06: wurde?

00:46:07: Ja man darf den Einfluss der Ehefrauen- und Ehemänner nie unterschätzen!

00:46:10: Auch wenn sich Christina Rauder bis heute sehr bescheiden zahlt.

00:46:13: ganz sympathisch

00:46:14: fand ich das.

00:46:15: Du hast Christina Rau bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins getroffen, dieses Jahr.

00:46:19: Da war bestimmt eine Menge los.

00:46:20: Ja

00:46:20: das war erneuws.

00:46:22: Über dreihundert Mitglieder waren da vom Förder-Verein und Christina RAU kam für uns eigentlich so ein bisschen früher

00:46:28: um

00:46:28: mit mir dann auf die vierzig Jahre zurück

00:46:30: zu blicken

00:46:31: Und sie hat in unserem Interview auch beschrieben mit welcher Motivation ihr Mann damals die Stiftung gegründet hat.

00:46:37: Mein Mann war sehr bestrebt, überhaupt das Wir-Gefühl in Nordrhein-Westfalen zu stärken.

00:46:41: Und diese Stiftung die die Bürger anstiften soll ihr eigenes kulturelles Erbe wirklich zu ihrem eigenen zu machen und zu fördern und das überall im Lande wo sie Initiativen haben und wo eben aber doch Unterstützung benötigt wird um dafür die Voraussetzung zu schaffen.

00:46:59: Das lacht mein Mann einem Herzen.

00:47:01: wurde das zu finanzieren, die Rubbelloslotterie gegründet und ich kann mich noch gut erinnern.

00:47:07: Man verschenkte dann oft hier Rubbellose weil das Geld ging dann direkt in die Stiftungen in die Projekte.

00:47:13: Also da hatte man eine sehr, sehr gute Idee gefunden der Finanzierung.

00:47:17: Erinnern Sie sich noch an die allerersten Projekte?

00:47:19: Wie war das wenn sie ihn da begleitet haben?

00:47:22: Es waren bestimmt offizielle Besuche wie so Einweihungen von der Bahn in Wuppertal, die da durch die Kohlfuhr zum Manuel-Scotten führte oder so.

00:47:31: aber sie sind auch einfach privat mit den Kindern damals noch kleiner als zum Beispiel Drachenburg und... solche Zollverein.

00:47:38: Wir waren bestimmt an vielen, manchmal offiziell und manchmal auch einfach nur privat.

00:47:43: Haben Sie sich die Entwicklung so vorgestellt?

00:47:44: Das sind ja heute fast viertausend Projekte!

00:47:47: Eine unglaublich große Zahl.

00:47:49: war das am Anfang, dass man gedacht hat naja wir probieren das mal oder...

00:47:52: Also ich glaube es hat schon die Gründungsväter und Mütter wirklich überrascht was wer in großen Anklang die Stiftung gefunden hat und wie sie gewachsen ist.

00:48:01: und da haben viele viele viele mitgewirkt.

00:48:04: Ich wünsche mir natürlich, dass das so weitergeht.

00:48:07: Die Teilhabe, die die Stiftung ermöglicht ist wirklich nicht zu unterschätzen für unsere zivile

00:48:11: Gesellschaft.".

00:48:13: Ja, Christina Rau, Frau des früheren Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen Johannes Rau und inzwischen Ehrenmitglied des Fördervereins der NRW-Stiftung.

00:48:21: Stefan, wie wird man denn Ehren mitglied?

00:48:24: Erst mal weil man sich besondere Verdienste für diese Stiftungen – auch in unserem Fall für das Land erworben hat!

00:48:30: Und weil man sympathisch ist und hinter der Sache steht.

00:48:32: Und diese Verbindung da ist, und es ist Christina Rau und sie hat wirklich großen Anteil an dieser Gründungsjahre.

00:48:38: Sie hat das alles miterlebt!

00:48:39: Das war eine Zeit gewesen in den vierzig Jahre Nordrhein-Westfalen die große Kampagne VNNW, nünzelt fünfund achtzig.

00:48:47: Und irgendwie ist das so ein bisschen...das ist ja auch ein Kind von Jonas Rau.

00:48:49: Die Tochter Laura ist im gleichen Jahr geboren, nicht?

00:48:51: Auch Jahrgang sechsen achtzig also.

00:48:53: Da ist so viel zusammengekommen und sie ist so sympathisch und wir sind so dankbar dass sie extra aus Berlin angereist, das uns jetzt sicher viele Jahre im Künstleroffen-Shopping auch ehrenamtlich engagiert hat.

00:49:04: Wirklich da viel Freude, viel Expertise und natürlich auch ihr Netzwerk mit eingebracht.

00:49:11: Und wir sind einfach dankbar und glücklich!

00:49:12: Das ist ein toller Tag den wir neues zusammen verbracht haben.

00:49:15: Wir sind hinterher noch über die Landesgartenschau spaziert und haben es einfach

00:49:19: genossen.

00:49:20: Christina

00:49:21: Rau

00:49:21: war sehr gerührt von dieser Ehrung aber sie hatte dann auch nochmal eine ganz klare

00:49:26: Botschaft.

00:49:27: Ich habe eben hier gesessen und hab da vorne gesehen, Sie haben das schön zusammengefasst.

00:49:31: Gemeinsam für ein lebendiges Land unserer Nordrhein-Westfalen.

00:49:38: Und genau das sollte es sein!

00:49:40: Jeder Bürger sollte die Möglichkeit bekommen sich zu engagieren.

00:49:45: Denn ohne Ehrenamt sagte mein Mann immer würde die Gesellschaft zwar funktionieren aber sie würde erfrieren.

00:49:53: Die Gesellschaft würde erfrieren.

00:49:55: Das ist wirklich ein sehr starkes Bild!

00:49:58: Also das Engagement, die Bereitschaft sich für die Gemeinschaft einzusetzen, das sorgt für so unglaublich viel Wärme und deswegen funktioniert dieses Bild.

00:50:06: also wir kommen als Gesellschaft zusammen im Ehrenamt im Engagement.

00:50:11: ein Drittel der Menschen in Nordrhein-Westfalen – das sind die jüngste Zahlen aus dem Ehrenamtsatlas – machen sich für eine gemeinschaftsstark.

00:50:18: was gibt es schöneres?

00:50:19: Ja, apropos Verbindung und dass das alle irgendwie mitzieht was ich auch immer sehr faszinierend finde.

00:50:24: Die Idee zur Stiftung hatte damals zwar Johannes Rau also ein SPD-Ministerpräsident aber seither wird die Stiftungen parteiübergreifend von allen Regierungen mitgetragen und weiter gefördert.

00:50:36: Wir haben ja auch die jeweilige Ministerpräsidenten oder den Ministerpräsidenten als Stiftungsratsvorsitzenden Und die Fachminister sind vertreten.

00:50:43: viele andere Vertreter aus verbänden sind auch mehr dabei.

00:50:47: Es gelingt uns immer die Themen, die uns wichtig sind.

00:50:50: Die sind ja auch völlig unstrittig egal welche politische Agenda jetzt gerade da ist ob Schwarz-Gelbrot, Grün, Schwarzgrün wie es jetzt gerade in Düsseldorf der Fall ist das funktioniert und wir schaffen es sogar dass für so etwas wie den Ongerschmarrpreis NRW dem wir gemeinsam mit dem Land ausloben auch über Regierungswechsel gerettet haben.

00:51:09: Ja, das gibt einen großen parteiübergreifenden Konsens.

00:51:12: die NRW-Stiftung wird getragen und unterstützt und wir haben ja zum Beispiel auch bei den Kommunen einen großen Unterstützerkreis.

00:51:19: Und diese sind auch Mitglied im Förderverein.

00:51:21: Darüber sprechen wir noch mal ausführlich in der Folge im Dezember hier in der Förderbande.

00:51:25: Engagement pur da freue ich mich auch schon wieder drauf!

00:51:28: Was ich übrigens auch immer wieder höre wenn irgendwo NRW Stiftung drauf steht Die Menschen sind irgendwie

00:51:33: beruhigt,

00:51:34: weil das dann schon in Ordnung ist.

00:51:36: Ah ja!

00:51:36: Das ist so NRW-Stiftung.

00:51:37: Erlebt ihr das auch?

00:51:38: Begegnet euch das

00:51:39: auch?".

00:51:39: Da ist ein ganz positives Label sozusagen.

00:51:41: Man weiß... Also die haben quasi schon Qualitätsabgesichert hier.

00:51:45: Die NRW Stiftung steht mit dahinter und es ist immer wieder toll wie die Leute reagieren.

00:51:50: Ja, so zum Beispiel Ich wohne

00:51:52: hier direkt gegenüber und ich habe mir immer gedacht, das müssen Irre sein.

00:51:57: Die da irgendwie tätig werden der nächste Sturm?

00:52:00: Und alles bricht zusammen bis ich dann eines Tages das Spannband von der NRW-Stiftung gesehen habe und mir gedacht habe, das muss doch irgendwie Hand und Fuß haben sonst würden die nicht mit einsteigen.

00:52:14: Und dann bin ich hier dazugekommen, weil das alles was ist.

00:52:16: Was mich fasziniert so Garten und bäuerliches Leben und Tiere.

00:52:22: Margit Salzmann gehört heute fest zum Team am Günnemann-Kotten in Witten.

00:52:27: von dem Projekt möchte ich jetzt unbedingt noch erzählen, weil es wirklich ambitioniert ist und weil es ein ganz aktuelles neues laufendes Projekt der NRW Stiftung ist.

00:52:39: Wenn die Glocke

00:52:39: leutet, dann wissen alle hier am Hof.

00:52:41: Jetzt ist es Zeit zum Kaffee trinken!

00:52:43: Weil wir wollen nicht nur zusammenarbeiten sondern auch zusammensitzen und ein bisschen quatschen natürlich auch über die Arbeit uns austauschen wer gerade mit was aktiv ist und das einfach.

00:52:55: eine ganz schöne Runde am samstag vormittag super

00:52:58: und das ist immer so halb zwölf.

00:52:59: jetzt sind wir dabei ganz

00:53:00: genau

00:53:01: einen samstag im august.

00:53:03: vor dem alten fachwerkhof dem gündemann kotten ist der holztisch reich gedeckt mit kuchen.

00:53:09: unter dem Tisch spazieren schon Hühner, die wohl auf Kuchenkrümel warten.

00:53:14: Alle, die hier mit anpacken werden in der Pause versorgt – das gehört einfach dazu!

00:53:19: Heute sind es rund fünfzehn Leute, die im Haus oder im Garten arbeiten.

00:53:22: Wir sind zusammengewachsen und wir kannten uns alle vorher nicht.

00:53:25: Wir haben alle unterschiedliche berufliche Hintergründe von daher sind wir unterschiedlich viele Fähigkeiten.

00:53:31: Das passt hier wunderbar zu diesem vielfältigen Hof.

00:53:34: Dass wir die alle getrennt voneinander einsetzen können, aber auch in der

00:53:36: Gemeinschaft.".

00:53:37: Samstags zehn bis vierzehn Uhr ist fester Termin – zu jeder Jahreszeit.

00:53:42: «Seit im November sind wir jeden Samstag hier.».

00:53:44: Henny Brinkloke ist Archäologin und Denkmalschützerin Denn den Verein Gündemann-Kotten gibt es schon seit zweitausend.

00:53:54: Berufsbedingt

00:53:55: hat mich das denkmalgeschützte Fachwerkhaus angezogen, aber besonders angezogen hat mir das große Grundstück, was zum Kotten gehört, sechstausend sechseinhalb Quadratmeter Grundstücken mit Bachlauf.

00:54:05: Haus-, Garten-, Bach.

00:54:07: hier kommt eine Menge zusammen.

00:54:08: darum mal kurz die Geschichte im Schnelldurchlauf.

00:54:12: Sitzienhundertsechzig wird der Hof gebaut.

00:54:15: Die Hofstelle selbst ist noch ein Jahrhundert älter und wird nach einem der Besitzer Günnemann.

00:54:22: Der Kotten ist durchgängig bewohnt, zuletzt von einer Witwe.

00:54:25: Die kümmert sich bis zu den Erbengemeinschaften allein um alles.

00:54:29: Seit Jahrzehnte steht der Hof dank des Vereins unter Denkmalschutz.

00:54:33: Aber die Erbengemeinschaft ist sich uneins, wie es weitergehen soll.

00:54:38: Als der Verein Anteile vererbt bekommt, kann er endlich die Zwangsversteigerung

00:54:43: beantragen.

00:54:48: Das war wie ein Krimi, sagt Henry Brinkloke.

00:54:50: Am Tag vorher im Wohnzimmer bei uns zu Hause zusammengesessen und haben Kassensturz gemacht.

00:54:56: Und haben geguckt, was wie viel Geld haben wir eigentlich?

00:54:59: Wir hatten schon Zusagen auch von der NRW-Stiftung das im Fall der Fälle sie auch helfen wollen würden.

00:55:04: Also wird ein Limit verabredet und am nächsten Tag auch ausgereizt denn... Es gibt Mitbieter.

00:55:10: Wir haben unser Limit angepeilt gehabt, wir waren noch ein Gebot und können nicht mehr weitergehen, da sind die ausgestiegen.

00:55:18: Zweihundertneuntausend Euro zahlt der Verein wohlwissend dass der dicke Teil ja jetzt erst kommt.

00:55:24: Das war das was uns hinterher manchmal auch Angst gemacht hat.

00:55:27: Wir hatten alle schon mal hier rumgeguckt, wie das aussieht.

00:55:30: Es drohte zusammenzustürzen und man durfte in bestimmte Partien gar nicht mehr reingehen ohne Angst zu haben.

00:55:35: Wir wussten, dass das ganze Gelände von Brombeeren überwuchert ist.

00:55:38: Die Fensterscheiben waren alle nicht mehr drin die Bromben leckten in die Räume rein.

00:55:42: Das ganze Geländ war komplett wie ein Dschungel

00:55:45: zugewachsen.".

00:55:45: Denn auch Acker, Winde und Giersch haben sich längst breit gemacht im Grundstück – die ersten Rodungsarbeiten werden

00:55:53: heftig!

00:55:53: Dann haben wir wirklich gedacht, das schaffen wir nie Weil das sah so schlimm aus, wenn es so eingewachsen ist.

00:55:59: Sieht's ja romantisch aus wie ein Dornröschenschlaf.

00:56:02: Wenn es da mal wirklich steht in all seinem Elend...

00:56:06: Heute gibt es eine Fotoausstellung im Kotten die diese Zeit dokumentiert und auch wenn noch immer viel zu tun ist wirkt das alte Haus mit seinem schönen Garten heute wie Wachgeküsst.

00:56:17: über acht

00:56:18: hunderttausend Euro sollen insgesamt investiert werden.

00:56:21: Dreihundert fünftausend Euro gibt die NRW-Stiftung dazu, um das Haus zu sichern und zu sanieren.

00:56:27: Unbezahlbar dabei – die vielen Stunden, die hier ehrenamtlich drinstecken!

00:56:33: Henni bringt Kloke und Margit Salzmann führen mich über das ganze Gelände und ins Haus.

00:56:38: So wir betreten jetzt hier die Diele des

00:56:41: Güllemannkotten diesen alten schwarz-gelblichen Boden.

00:56:46: Den haben wir hier so vorgefunden, gerade sind wir dabei den noch zu ergänzen.

00:56:51: Hier gibt es etliche Fehlstellen und was wir in diesem Raum noch vorgefundene haben war hier noch eine Wand und auf dieser Wand waren unendlich viele Tapetenschichten.

00:57:05: Da waren Bauhaustapeten, dann wurde es irgendwann ganz schnell gelegt.

00:57:09: Der Verein

00:57:10: zieht aber nicht einfach die Tapeten ab, sondern lässt einen Restaurator daraus ein Tapetenbuch anlegen, das die Tapetemoden im Lauf der Jahrhunderte dokumentiert?

00:57:20: Das ist eine

00:57:21: Broschüre da drüber!

00:57:22: Dass die Leute mehr Informationen zum Hintergrund wie Tapeten hergestellt wurden und wo sie verkauft wurden, wie die Muster zeitlich einzuordnen sind so etwas, dass man nicht nur vor der Wand steht und sagt toll ...

00:57:34: Und

00:57:36: ein bisschen genauere Informationen.

00:57:38: Solche

00:57:39: liebevollen Extraarbeiten und Details begegnen wir ständig hier auf dem Hof, ob es um Balken, um Fliesen, um Farben, Tapeten oder den ganzen Garten geht.

00:57:48: Jedes Teil wird mit Respekt und Hingabe angefasst.

00:57:52: Außerdem soll es immer nachhaltig sein.

00:57:57: Ich pinsel die Rahmen mit Leinölfarbe historischen Materialien und ökologische Materialien.

00:58:08: Als ich Kind war, hatte ich bei meinem Vater mal gesehen, dass er Fenster verkittet hat.

00:58:14: Dann hab ich irgendwann als es hier anstand zu verkitzen gesagt ja, ich will das auch.

00:58:21: Hundertfünf Scheiben.

00:58:22: Birgit Klein hockt ganz oben auf einem Gerüst und arbeitet am großen Delentor Das übrigens eher an einen Industriefenster erinnert.

00:58:30: aber

00:58:31: Das ist gewollt.

00:58:32: Ja, da dürfen auch so Brüche sein, ästhetische Stolpersteine, wo man erst mal denkt zu hoch ... Aber das gefällt uns halt auch.

00:58:42: Überall auf dem Hof sind Menschen aktiv, bauen, besprechen sich, räumen auf oder rupfenkräftig!

00:58:48: Ich reiße die Ringelblumen aus damit man die Erdbeeren wieder sieht.

00:58:52: Wir haben genug da.

00:58:54: Macht schön Spaß?

00:58:56: Dieses Jahr noch, aber wenn sie sich so aussehen wie Sie aussehen... Dann kann es sein, dass das nicht.

00:59:03: Das ist ja kein Spaß mehr!

00:59:05: Marianne steht kopfüber im Beet und sieht dabei eigentlich ganz vergnügt aus.

00:59:10: Bei mir ist das Therapie ... Ja, das ist meditativ.

00:59:13: Gucken Sie doch.

00:59:15: Und krott aus oder irgendwelche Sachen ausgeht?

00:59:18: Ist meditativ...

00:59:21: Auch der Garten wird nicht einfach

00:59:22: irgendwie wiederbelebt.

00:59:24: Nein

00:59:25: hier dienen Luftbildaufnahmen aus dem Jahr nineteenhundert sechsundzwanzig als Grundlage.

00:59:31: Das Gartenteam hat genau studiert.

00:59:33: Wo Nutzgarten, wo Ziergarten war ... Sogar die Originalflaschen aus dem Jahr und mit denen das Beet abgegrenzt wurde, stecken wieder ordentlich im Boden!

00:59:45: Und auch der Sound könnte originaler nicht sein.

00:59:48: Hühner kommen wirklich.

00:59:53: Margit Salzmann kümmert sich nicht nur um die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins – sie ist für die Hühners zuständig.

00:59:59: Dass die hier auf dem Hof gelebt haben, ist ebenfalls verbürgt.

01:00:02: Komm Gustav du auch!

01:00:06: Schon nach einem kurzen Besuch ist mir klar ... Der Gündemann-Kotten ist viel mehr als ein Denkmalschutzprojekt im Grünen.

01:00:14: Hier wird Gemeinschaft gelebt und ein Ort geschaffen der schon jetzt große Lust macht dabei zu sein.

01:00:19: Und das ist schließlich das Ziel Das es ein Ort für alle wird Lernort Treffpunkt Kreativwerkstatt Und natürlich ein echtes Hühnerparadies Stimmt's Froni?

01:00:31: Vielen

01:00:31: Dank für den Kommentar.

01:00:39: Wisst ihr, was ein bisschen schlimm ist?

01:00:40: Wenn wir diese Reportagen machen ... Ich verlieb mich jedes

01:00:43: Mal so hart.

01:00:44: Man möchte da bleiben.

01:00:46: Du warst auch schon da,

01:00:47: oder Stefan?

01:00:47: Ich bin im April dort gewesen zusammen mit der Katrin Maas aus unserem Team.

01:00:50: Wir waren beide vollkommen begeistert.

01:00:53: Strahlenblauer Himmel, tolles Wetter und dann stehen wir da oben an der Straße und blicken in dieses kleine Glückstal hinab weil es geht ja runter.

01:01:03: Und das ist wunderschön!

01:01:06: Die haben

01:01:06: dieses Jahr den Wegweiserpreis bekommen.

01:01:09: Vielleicht sagst du mal einen Satz dazu?

01:01:11: Das ist der Ehrenamtspreis des Förderfeins NRW-Stiftung benannt nach Ebert Weise, der war in unserem Vorstand aktiv und hat diesen Preis gestiftet.

01:01:20: Es gibt also eine Skulptur, eine Figur die ein Stein ins Rollen bringt.

01:01:24: das sollte so symbolisieren dass man was anpackt und sich auf den Weg macht.

01:01:28: Und ja wir haben viele tolle Preisträger in den vergangenen Jahren gehabt.

01:01:34: In Noise bei der letzten Mitgliederversammlung ist der Verein Gynemankotten ausgezeichnet worden und die waren total glücklich.

01:01:41: Jetzt habe ich ja vor allem darüber berichtet, was auf dem Hof gerade an Arbeiten passiert

01:01:45: usw.,

01:01:46: aber eigentlich wenn das mal fertig ist und teilweise auch jetzt schon ... Hat das ja ein Ziel.

01:01:51: Es sollen Gemeinschaftsraum

01:01:52: werden,

01:01:53: es sollen

01:01:54: Kinder kommen können die sich dann im Bach nochmal mit einem Mikroskop angucken können was da im Bach lebt zum Beispiel.

01:02:00: Was kannst du noch erzählen?

01:02:02: Was dieses Projekt macht oder ausmacht wenn es denn mal wirklich richtig losgeht?

01:02:06: Dazu kann ich von einem wirklich tollen und berührendem Moment erzählen auf der Dele des Hauses.

01:02:13: Klaus Kellner war an diesem Tag dabei.

01:02:15: wir haben uns Dort kennengelernt?

01:02:18: Einer der Ehrenamtlichen.

01:02:19: Einer seiner Frau Martina verbringt viele Stunden, er kümmert sich um den Backofen.

01:02:23: Jeder hat seinen Handlungsfeld in einem Garten bei dem Ofen.

01:02:27: Er wollte mir Fortschritte von der Sanierung im Haus zeigen.

01:02:31: und dann stehen wir auf dieser Dehle und er guckt mich an und sagt das ist hier viel mehr als nur Denkmalschutz und so einen alten Hof erhalten oder ein bisschen Naturschutz draußen weil wir die Brune Beke, dass diese kleine Bachlauf renaturieren.

01:02:44: Und er ringt so ein bisschen mit den Worten und ich gucke ihn an.

01:02:46: Ich sage, das was Sie hier machen ist Demokratiearbeiter.

01:02:49: Er sagt ja genau das ist das was sich immer denke und erte die Sorge dass er das vielleicht zu hoch hängt und ich finde er ordnet das richtig ein.

01:02:57: Die haben sich auf einen Weg gemacht, sie haben sich ein Ziel gesetzt um.

01:03:00: die verhandeln miteinander... Das ist nicht immer im Konsens, ne?

01:03:03: Die ringen auch mit in Position.

01:03:04: Das ist Demokratierbeit!

01:03:06: Der Gönnemann Cotton in Witten-Rüdigenhausen.

01:03:10: Kurzer Tipp noch, ich bin nämlich mit dem Fahrrad hingefahren.

01:03:12: Beste Idee ever!

01:03:13: Man kommt dort über den Rheinischen Esel hin.

01:03:15: Das ist eine alte Bahntrasse ein sehr schöner Fahrradweg jetzt und ich fand es besonders schön dass man über den rheinischen esel mit dem Drahtesel in Westfalen unterwegs sein kann und das team freut sich über Besuch war mein Eindruck.

01:03:27: immer samstags zehn bis vierzehn Uhr sind sie da und andere Termine findet man natürlich auch auf der Webseite die auch gut gepflegt ist.

01:03:34: einen tipp häng ich noch dran ja unbedingt letztes Wochenende im November hinfahren, da ist das Kottenleuchtern wunderbar.

01:03:42: Schöner Auftakt in den Advent!

01:03:43: So ihr Lieben.

01:03:44: ich glaube wir haben alle Projekte vorgestellt.

01:03:46: ein paar kleine Rosinen aus vierzig Jahren NRW-Stiftung rausgepickt.

01:03:49: Das machen natürlich auch weiterhin hier mit unserem Podcast.

01:03:53: Stefan, noch kurz.

01:03:54: Wie geht es weiter in diesem Jubiläumsjahr?

01:03:55: Was steht noch

01:03:56: an?

01:03:56: Ja wir sind auch beim paar tollen Projekten zu Gast und feiern zusammen mit den lokalen Aktiven.

01:04:01: Wir haben am threizenten September den Tag des offenen Denkmals und das erste Mal öffnen wir auch das Haus der Stiftung.

01:04:07: Da können ja gerne auch mal Gäste vorbei die bei uns eine Antragsberatung haben oder auch von ihren Projektfortschritten erzählen.

01:04:12: Aber wir stellen das Denkmal in.

01:04:13: den Vordergrund ist ein altes Offizier Casino mit einer spannenden Geschichte Und wir sind zum Beispiel noch bei Annette von Rostow-Hülsoft zu Gast im schönen Münsterland im Rühschaus und wir haben uns einfach noch ein paar schöne Sachen einfallen lassen, um dieses Geburtstagsjahr ausklingen zu lassen.

01:04:28: Und vor allen Dingen überall im Land

01:04:31: auch

01:04:31: zu Gast zu sein!

01:04:32: Soweit dieses Jahr?

01:04:33: Was

01:04:34: wünschst du dir für den ersten vierzig

01:04:35: Jahre?!

01:04:36: Naja, wir fallen jetzt mal durch weil es sind ja nach vierzig Jahren vor der Falle eine NRW-Stiftung rein.

01:04:41: also wir freuen uns einfach dass wir ne sehr aktive Zivilgesellschaft in Nordrhein-Westfalen haben.

01:04:47: Wir haben ein paar tolle Handlungsfelder wo die NRW Stiftungen helfen darf und wir sind so kreativ Fantasievoll, da ist wieder das Wort.

01:04:53: Dass wir auch Anknüpfungspunkte schaffen zu Themen die uns bislang vielleicht gar nicht so nahestanden zum Beispiel die Jugendfeuerwehren.

01:05:00: Die machen tolle Naturschutzarbeit in dem die Mistkästen bauen und an ihre Feuerwehrgerätehäuser hängen.

01:05:04: An die Feuerwehren haben wir früher nie gedacht aber sie können ja über Naturschutzthema, über so einen Anlass auch zu uns kommen.

01:05:11: Das wollen wir einfach weitermachen.

01:05:12: Wir wollen die Kreise weiterziehen, wir wollen einfach Dankeschön sagen – stellvertretend auch für die vielen, viele, die davon profitieren, dass solche Orte wie die Schäfer Kemper Wassermühle besuchen und den Günnemann-Kotten erleben sich schockverlieben unter tolle Momente haben!

01:05:25: Das ist das was uns befeuert.

01:05:27: Und das was wir in diesem Jahr erlebt haben nochmal für uns auch vergewissert haben….

01:05:33: Die Idee aus der Stiftung, die war spitzenmäßig natürlich auch aus so einer Zeit geboren Aber im Grunde ist sie dezeitlos und die wirkt auch in die Zukunft hinein, wenn wir als Gesellschaft zusammenhalten und das Ehrenamt stärken.

01:05:46: Und das tun wir als Stiftung jeden Tag aus voller Überzeugung mit großer Freude.

01:05:50: Cornelia, hast du noch einen Wunsch?

01:05:52: Ja, dass die Stiftung weiterhin so ein tolles Team in Düsseldorf hat.

01:05:55: Weil es sind da zusammen mit Stefan Aß noch viele fleißige Bienen, die sich kümmern und ich höre das immer im Land, dass sie auch erreichbar sind.

01:06:03: also das ist eine Anlaufstelle für diese Förderprojekte.

01:06:06: wenn Sie dann weiter in Unterstützung bleiben nicht einmal kommen wir geben Geld und sind dann wieder weg.

01:06:11: nein Und dass es ebenfalls... Das ist ein Wund von mir weiter so tolle Menschen gibt Die mit so viel Herzblut sich ehrenamtlich engagieren.

01:06:18: Ich stehe da ganz oft vor Ort eine Gänsehaut, wenn ich höre was die Leute alles in Bewegung bringen können.

01:06:24: Was sie schaffen können für die Gemeinschaft und das stimmt mich mal total

01:06:27: optimistisch.".

01:06:28: Ja

01:06:28: kann ich so teilen!

01:06:29: Und mein Wunsch zum Geburtstag wäre dass die NRW-Stiftung einfach weiter dafür sorgt.

01:06:34: also es gute Nachrichten gibt denn auch wenn wir gerade politisch Echt angespannte Zeiten

01:06:39: haben.

01:06:40: Die Botschaft aller Projekte, die wir hier im Podcast porträtieren ist immer wieder, Demokratie ist der Ort den wir

01:06:46: mitgestalten

01:06:47: und wer was bewegen will und sich Verbündete sucht

01:06:49: kann auch echt viel erreichen.

01:06:51: Ob es im Garten Ackern ist Mühlenführung machen oder ganz neue Räume schaffen das sollten wir nicht müde werden zu erzählen.

01:06:58: deswegen

01:06:58: Happy Birthday

01:07:00: NRW-Stiftungen

01:07:01: auf die nächsten Jahrzehnte.

01:07:03: So, bleibt mir noch zu sagen.

01:07:05: Danke Cornelia Wiegerhoff für tolle Hörstrecken in diesem Podcast!

01:07:08: Sehr gerne

01:07:09: und danke schön Stefan Ast, Geschäftsführer der NRW-Stiftung für das Vertrauen in uns und die schöne Zusammenarbeit.

01:07:14: Ich danke euch für den tollen Podcast.

01:07:16: es macht jedes Mal Spaß und ich bin heute total glücklich dass wir zu dritt hier im Studium Köln sitzen

01:07:22: Und wir danken Maria Bakker.

01:07:24: Wir werden zu

01:07:24: allen Projekten,

01:07:25: die gewohnt, die wichtigsten Infos in die Show-Notes stellen.

01:07:28: Gucken Sie da gern mal rein und hören sie gerne wieder rein bei uns.

01:07:31: Wir freuen uns natürlich auch über Feedback!

01:07:33: Und wie immer gilt wenn Sie mehr NRW Stiftung in Ihrem Leben wollen, werden Sie gerne Mitglied im Förderverein.

01:07:38: alle Infos unter nrw-stiftung.de.

01:07:41: Wenn Sie für Ihr gutes Projekt eine starke Partnerin suchen, melden Sie sich auf jeden

01:07:45: Fall.

01:07:46: Das Kulturgut-Schrabenhof

01:07:47: in Kirchhundem im Sauerland hat das vor einigen Jahren gemacht.

01:07:50: Daraus ist ne ziemlich beeindruckende Geschichte geworden und die erzählen wir Ende Oktoberfolge.

01:07:55: Tschüss bis

01:08:12: dahin!

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