Folge 52: Wimmelbild der Bühnen: Kulturgut Schrabben Hof

Shownotes

Wo bin ich hier gelandet? Die Frage kann man sich im Kulturgut Schrabben Hof in Silberg, (südliches Sauerland, Kreis Olpe) schon mal stellen. Wer anreist, um ein Livekonzert zu besuchen, muss erstmal herausfinden auf welcher der vielen Bühnen das Konzert denn stattfindet. In der Tenne vielleicht, der alten Getreidescheune? Nein, da werden am laufenden Band frische Waffeln gebacken und Kaffee ausgeschenkt. Oben in der Kneipe? Nein, da kann man nur nett sitzen, ansonsten gibt’s dort schon mal das Kneipenquiz. Im alten Haupthaus mit den vielen Räumen? Nein, da ist auch Café-Betrieb und der Zugang zum Heimatmuseum. Im Biergarten? In der Trödelscheune? Im Backhaus? Im Cultivarium, der Museums-Freiland-Werkstatt?

Egal wo man landet, überall wuseln nette Menschen herum, die hilfsbereit den Weg weisen. Im besten Fall bieten sie noch etwas Leckeres zu essen an. Das Konzert? Heute oben im Theater, in der alten Fruchtscheune. Außentreppe hoch oder den Aufzug nehmen …

Seit über 20 Jahren fördert und begleitet die NRW-Stiftung dieses Projekt, das sich von einem verfallenen Bauernhof immer mehr zu einem Kaleidoskop an Begegnungsorten entwickelt hat, so beschreibt es Mona Wehling, Leiterin der Abteilung Heimat- und Kulturpflege. Vor allem, seit Mut-Sauerland e.V. hier mitmischt! Der Musik- und Theaterverein hat jedem einzelnen Gebäude am Platz Leben eingehaucht und ein wahres Wimmelbild der Bühnen erschaffen. Musik, Kleinkunst, Seminare. Davon hatten die Vereinsgründerinnen Ulrike Wesely und Sigrid Baust anfangs kaum zu träumen gewagt. Heute greift hier alles kunstvoll ineinander und wie so oft ist das Ganze viel mehr als die Summe seiner Teile. Davon erzählt auch diese Förderbandefolge, einfach reinhören und mitwimmeln.

Host: Marija Bakker

Studiogast: Ulrike Wesely, MuT-Sauerland e. V.

Vor Ort: Sigrid Baust, Uwe Streletz und weitere Ehrenamtliche vom MuT-Sauerland e. V. Musik-Band „Don’t Stop Sally“

NRW-Stiftung: Mona Wehling, Heimat- und Kulturpflege

Produktion: Erik Gierig, sounds fresh Tonstudio

Weiterführende Links: www.nrw-stiftung.de Infos/ Kontakt Nordrhein-Westfalen-Stiftung, Antragsformulare, Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

www.kulturgut-schrabbenhof.de Infos, Kontakt, Programm, Geschichte zum Kulturgut Schrabben Hof und dem Verein Mut-Sauerland e. V.

https://www.nrw-stiftung.de/entdecken/foerderprojekte/kulturgut-schrabben-in-kirchhundem-silberg.html (kurze Projektbeschreibung Kulturgut Schrabben Hof)

https://dontstopsally.de/ (Band)

Transkript anzeigen

00:00:03:

00:00:06: Wir finanzieren alles über Tröde- und Waffelverkauf.

00:00:10: Das sind die Haupteinnahmenquellen.

00:00:16: Von der Kultur, die Kulturveranstaltung tragen sich nicht selber.

00:00:20: Das müssen wir auch damit finanziert

00:00:33: werden.

00:00:41: Wer kam jetzt

00:00:42: aus der Liste?

00:00:44: Vier Stück mit allem.

00:00:46: Ja, machen wir das.

00:00:47: Bekommen Sie auch Kaffee!

00:00:49: So klingt ein typischer Sonntagnachmittag im Kulturbuttschrabenhof in Silberg im südlichen Sauerland.

00:00:56: In der Tenne einer alten Scheune hat Mali's alle Hände voll zu tun.

00:01:00: Wie viele Waffeln haben sie heute schon verkauft?

00:01:02: Ich kann es nicht sagen, schon einige.

00:01:04: Das funktionieren richtig gut, ne?

00:01:07: Zwei Mitfrucht und

00:01:08: Sahnen.

00:01:09: Aus allen Himmelsrichtungen kommen die Gäste.

00:01:12: Drei Hundert können es schon mal sein.

00:01:13: an einem Wochenende, wenn Haus und Hof offen sind, eine Band spielt ... Man Zeit hat für Trödel, Theater oder Museums.

00:01:21: Und wenn's perfekt gebackene Waffeln

00:01:23: gibt!

00:01:24: Du kommst recht, Manni?

00:01:25: Ja.

00:01:26: Würdest du mir ne Schüsselreißer werden holen?

00:01:29: Ja, meiste.

00:01:29: Und auch Sahne.

00:01:31: Gut dreißig Ehrenamtliche bewegen sich emsig zwischen Gästen und Gebäuden hin- und her.

00:01:36: ein fein abgestimmtes Uhrwerk.

00:01:39: Sahnen und Rasenbären, ja.

00:01:41: Kopfgepocht!

00:01:43: Sie sind zuständig für die Nachschuhe?

00:01:46: Ja,

00:01:46: in der Küche geht das immer zu.

00:01:48: Wo holen sie das her?

00:01:49: Kann ich mit?

00:01:50: Ich komm mal mit.

00:01:51: Schwünmaschine ein, Spunmaschine aus ...

00:01:54: Na gut, Sie sind der Schmierstoff damit alles funktioniert.

00:01:57: Es muss

00:01:58: geschmeert sein.

00:01:59: Wenn man auf dem Weg ist, nimmt man hier

00:02:01: meist was mit.

00:02:02: Keine Lehrgänge?

00:02:03: Lohnt jetzt nicht.

00:02:05: Aber Sie sehen sehr gut gelaunt dabei.

00:02:09: Mani strahlt, während er hier und da schäkernd die Botengänge absolviert.

00:02:14: Um Sekunden später in der Küche den Epizentrum der Versorgung Aufträge weiterzugeben.

00:02:28: Vier Leute wuseln in dem kleinen Raum.

00:02:30: Es klappert, dampft, surrt, köchelt und so wird es weitergehen bis zum frühen Abend Denn hier wird nicht nur ein Raum oder ein Gebäude bespielt sondern gleich mehrere mit mehreren Ebenen Mit Außen- und Zwischenräumen.

00:02:43: Für diese Aktion braucht es Ausdauer und vor allem Mut Und so heißt nicht zufällig auch der Verein der hier aktiv ist MUT Sauerland eV.

00:02:52: Musik und Theater sind seine Hauptsäulen aber Die Bühne ist im Kulturgutschrabenhof und damit vorhangauf für diese Förderbandefolge.

00:03:04: Ich bin Maria Bakker und freue mich sehr, dass eine der Mutgründerinnen jetzt bei mir am Studio ist.

00:03:09: Ulrike Wesely, schön, dass Sie da sind!

00:03:12: Das ist schon ein typischer Sonntag oder eine typische Stimmung, die ich da angetroffen habe als ich im Mitte-End-August bei Ihnen war.

00:03:19: Ja auf jeden Fall!

00:03:20: Die Sonntage und im Kultursommer sind immer bombe.

00:03:23: Wir haben da unglaublich viel Zulauf und unsere Helfer sind dann immer super gestimmt weil es Spaß machte.

00:03:28: Es

00:03:28: war wirklich wie in so einem Ameisenhaufen, das war toll und alle wussten vor allem wo sie hinwüssten.

00:03:33: Alle waren superorientiert und konnten Orientierung geben.

00:03:36: Können wir vielleicht kurz mal durchgehen, welche Gebäude und Räumlichkeiten Sie da alle bespielen?

00:03:40: Weil wir waren jetzt gerade eben nur kurz in der Tenne also dieser alten Scheune.

00:03:44: Und in der Küche das ist ein Bruchteil des Ensembles was steht da noch?

00:03:48: Also das ganze ist ja ein ehemaliger Resthof, also einen alter Bauernhof und im Haupthaus gibt es halt das nostalgische Café und das Theater und das Heimatmuseum.

00:03:59: Und nebenan, da war die Tenne.

00:04:01: Da ist in der Tenne aber auch noch der ehemalige Schweinesteil.

00:04:04: Da gibt es halt oben ein Jugendtreff und nochmal eine Feiertenne.

00:04:07: Überall gibt's Tecken übrigens.

00:04:08: Eine kleine Kneipe gibts unten noch drin.

00:04:10: Ist mir auch aufgefallen.

00:04:11: Küchen viele.

00:04:12: Ja und dann gibt es noch das alte Backhaus.

00:04:15: Das ist mitten im Kultivarium drinnen.

00:04:16: Es ist unser Fantasiebegriff für die Freilandwerkstatt draußen.

00:04:20: Dann gibt´s noch die Trödelscheune einen Spielplatz und nebenan gibt´t noch die Kulturkirche, die wir auch ab und zu mit bespielen.

00:04:27: Es ist ein echtes Ensemble.

00:04:29: Auf einige Sachen kommen wir auf jeden Fall nochmal später, Stichwort Kultivarium.

00:04:33: Wie würden Sie denn aber erst mal um so einem Überblick zu bleiben?

00:04:36: Jemandem der noch nie da war beschreiben was das für einen Ort, was das Anliegen vom Kulturgutenschrabenhof ist?

00:04:43: Das ist ein lebendiger Kulturort bei dem man vielleicht Einfach sich entspannt und beeindrucken lässt durch die Nostalgie, die dann durch das Heimatmuseum oder das Café oder das Theater ausgestrahlt wird.

00:04:55: Wir haben ja überall alte Möbel.

00:04:57: Man taucht so ein in die Historie.

00:04:59: Dann haben wir noch den Bergwerksbereich.

00:05:01: Das ist unser Bergwerkstraum da es die Geschichte von Silberg halt verankert hat.

00:05:06: Würden Sie sagen dass Herzstück ist tatsächlich Musik- und Theater?

00:05:11: Ich glaube es ist Begegnung.

00:05:14: Also die Menschen kommen in den Austausch, die lassen sich inspirieren.

00:05:17: Es ist sehr viel Musik ja Theater ein bisschen weniger leider also weil unsere kleinen Kunstbühne die wirklich klein und wir können nicht so größere Produktionen bei uns spielen lassen und haben auch noch keine eigene Theatergruppe.

00:05:28: aber Wir haben sehr viele Kabarett.

00:05:30: so einzelne Comedy laden wir dann ein.

00:05:33: also deutschlandweit kommen die Leute zu uns.

00:05:35: Aber sehr sehr viel musik.

00:05:36: Und wir haben zum Beispiel auch Formate.

00:05:38: Das sind Nischen-Formate wie Jazz, Martinie und so was.

00:05:41: Das wird dann halt nicht so extrem besucht.

00:05:43: aber das verbinden wir mit Essen.

00:05:45: Da gibt es dann Flying Food vier Gänge und das kommt immer ganz gut an.

00:05:48: Dann hat man von allen Publikums Sorten die verschiedensten Genre bieten halt auch verschiedene Publikum.

00:05:56: also das heißt wir ziehen damit verschiedene Leute.

00:05:58: Die begegnen sich Familien, Leute die dann halt Mittwochs nachmittags bei uns zum Waffel essen da sind.

00:06:03: Das ist oft ältere Herrschaften...

00:06:16: Lass uns mal in der Zeit ein bisschen zurückspringen.

00:06:18: Vor zwanzig Jahren, was hätten wir da für einen Hof gesehen?

00:06:25: Da war das in der Hand von Borbika Club.

00:06:28: Man muss sich vorstellen, die letzte Erbin des Hauses ist gestorben und hat niemanden etwas vererben können weil keine Erben da waren.

00:06:34: Das heißt sie hatte es der Nachbars Tochtervermach dieses Kulturgut was heute ein Kulturguth ist.

00:06:39: Es war ja nur einen Bauernhof ziemlich runtergekommen und dann hat die Nachbarstochter das verkauft an die Gemeinde und die Gemeinden hat das dem Borbikaklub vereinen Euro damals vermacht und die hatten dann die Auflage, da ein Heimatmuseum zu installieren.

00:06:54: Die waren natürlich besonders interessiert an der Kneipe haben aber ganz, ganz mühevoller Arbeit dann halt auch das Haupthaus restauriert mit Hilfe von einer W-Stiftung wieder Auch damals schon.

00:07:04: Und sie haben ein Backesverein gegründet.

00:07:07: also wir

00:07:07: haben das Backhaus was auch auf dem Grundstück steht.

00:07:09: es hatte noch einen anderen Eigentümer Damals ja

00:07:11: das war der Bruder von der die erbt hat und der hat's dann halt trotzdem zur Verfügung gestellt zum backen Und wir haben es vor drei, vier Jahren haben das gekauft und haben da nochmal neuen Backofen reingesetzt.

00:07:24: Also vor zwanzig Jahren war der Bobbica-Club sehr aktiv und hieß dann auch später Mini-Card Club.

00:07:29: Das sind diese kleinen Autos Kinderautos mit Motor.

00:07:33: Das war mal ein totaler Hype.

00:07:35: Genau, die sind dann den Berg runtergefahren in Silber und haben da die Rennen gefahren.

00:07:38: Da waren einmal viertausend Leute im Ort.

00:07:40: Mehrere Jahre lang sehr erfolgreich durch ganz Deutschland getourt mit diesem Projekt und haben dann auch sehr viel Geld in den Hof stecken können zum Renovieren halten.

00:07:50: Und ich sehe vor zwanzig Jahren auch noch zwei Frauen, die irgendwo im Sauerland spazieren gehen.

00:07:55: Ihre Namen sind Ulrike Weseli und Siegret Baus, die eine Träum von Kulturorten im Sauerland.

00:08:00: Die andere arbeitet im kaufmännischen Bereich und sagt...

00:08:03: Komm machen wir zusammen?

00:08:04: mich unterstütze dich!

00:08:06: Wir haben ganz klein angefangen, wir waren damals mehr unterwegs an Unorten also an Orten wo man eigentlich gar nicht unbedingt Kultur machen würde zum Beispiel in einer Orchideenfarm oder in der Burg Bildstein, die hier auch um die Ecke liegt.

00:08:21: Und dann haben wir da halt vier Veranstaltungen im Jahr gemacht.

00:08:25: Ganz klein, haben wir angefangen.

00:08:27: Vermutlich haben sie beide nicht im Traum daran gedacht, dass sie mal einen hofsamtscheunen Backhaus und noch mehr organisieren würden oder?

00:08:34: Nie!

00:08:36: Ich bin ja selbst Künstlerin und habe immer gedacht, du willst was bewegen im Sauerland?

00:08:40: Gründe ein Verein.

00:08:41: Mach Kulturkläre auf, dass das auch auf dem Land geht.

00:08:44: Das geht auch auf den Land.

00:08:45: Ich hab ja in Köln studiert und lange da gelebt und meine Peergruppe da gehabt und bin dann mit Familie quasi aufs Land gezogen Im Sauerland halt wollte was bewegen und wir haben dann gemeinsam erst mal angefangen mit vier Veranstaltungen, daraus sind jetzt vierzig Veranstaltung geworden.

00:09:00: Ja!

00:09:00: Und müssen sich manchmal kneifen bei dem, was es gerade geworden ist?

00:09:03: Es ist ja ein Wimmelbild der Kultur und Begegnung geworden...

00:09:07: Ja muss ich immer dann wenn ich davon erzähle denke Jo ganz schön für verrückt, mein Welt uns auch für verrückt oder mich auf jeden Fall macht er mir nix.

00:09:14: warum nicht verrückt sein.

00:09:16: Ganz normal ist sehr langweilig.

00:09:17: Sehr

00:09:17: viel kreatives Potenzial auf jeden fall drin.

00:09:20: Die NRW-Stiftung, Sie haben es eben auch schon gesagt ist recht früh eingestiegen in dieses Projekt noch bevor der Musik- und Theaterverein dazukam.

00:09:27: Das war im Jahr auf dem Grundstück steht.

00:09:31: Dass Backhaus sollte reaktiviert werden hatte mir Mona Welling von der NRW Stiftung erzählt.

00:09:36: Es ist ja sowieso eine Tradition im Siegerland bzw.

00:09:40: auch im Sauerland dass es diese Backhäuser gibt die ja auch öffentliche Backhäuser sind also wo die ganze Gemeinschaft dort lebende Gemeinschaft auch daran teilnimmt.

00:09:49: Und da haben die sich zum ersten Mal bei uns gemeldet für eine Restaurierung und das haben wir unterstützt, damals die Denkmalpflege auch sehr hinterher... Weil dieser Gutshof-Schrabe, so heißt er ja eigentlich ist wohl in großen Teilen sehr gut überliefert also mit all seinen Gebäuden und das ist wohl für den Kreis Olpe eine Besonderheit.

00:10:12: Also da gibt es scheinbar nicht so viele Gutshöfe mehr die in dieser Vollständigkeit auch noch erlebbar sind.

00:10:19: Erlebbar ist heute vieles wieder am Kulturgutschrabenhof.

00:10:22: Auch die Backtradition lebt weiter!

00:10:24: Und wenn man möchte kann man sich an diesem Ort super in alte Zeiten trödeln lassen.

00:10:29: Auch davon habe ich eine Idee bekommen, als ich da war.

00:10:35: Förderwander unterwegs

00:10:42: Wir fangen oben im Theater an.

00:10:44: Das haben wir jetzt auch behindert in Gericht Ein Aufzug hier eingebaut.

00:10:49: Zusammen mit Uwe Strelitz der auch im Vorstand des Vereins mitarbeitet Geht es entspannt am Haus hoch?

00:10:54: Eine Treppe gibt's natürlich auch.

00:10:56: Hier stehen schon super schön kuschelig.

00:10:59: Tische Sofas Sesselstühle und das gute Burgenland Geschirr

00:11:03: Genau.

00:11:04: Wir haben ja draußen eine Trödel-Schäune und alles, was hier angeschied ist, das ist irgendwann mal gespendet worden aus Haushaltsauflösungen.

00:11:12: Wenn Familien sich ungern davon trennen und nicht wegschweißen wollen dann rufen die uns halt an ob sie hier etwas hinbringen dürfen.

00:11:19: Können Sie hier nochmal ein Tessi draus trinken?

00:11:20: Genau!

00:11:21: Das war ganz früher mal eine Fruchtscheune.

00:11:24: Was geerntet wurde wird hier gelagert Hafer usw.. Das wird genutzt für Theateraufführungen, für Bands.

00:11:34: Die Gemeinde macht hier Veranstaltungen mit Bürgermeistern stattfinden.

00:11:40: Noch ist die Ruhe vor dem Sturm.

00:11:42: Die Band hat sich schon eingerichtet und die Theatertische sind gedeckt in der Luft liegen freudige Erwartung und erster Kaffeeduft.

00:11:51: Eigentlich wäre das Konzert heute draußen im Biergarten gewesen, aber das Wetter war zu unsicher.

00:11:56: Da hat man kurze Hand umdisponiert und die Räume schnell umdekoriert.

00:12:00: Aber Räumen umgestalten?

00:12:02: Das kann dieser Verein auch einfach gut!

00:12:04: Man sieht hier dass die alten Balken und die neuen Balken da muss ja alles wegen Brandschutz eingehalten werden und viel verändert werden.

00:12:12: Zusätzlich wir stützen mussten eingebracht werden.

00:12:15: Elektrik musste neu

00:12:16: Im Gang ist ein Frauenkleid aus den neunzehntzwanzigern dekoriert Mit Federboa.

00:12:22: Eines von vielen alten Originalen, die hier mitten Magen moderner Bühnentechnik stehen.

00:12:27: Wir können alles selber beschauen, wenn es von der Technik her abmischen ...

00:12:33: Das ist echt schwierig!

00:12:36: Da stehen halt Raritäten und alles was man mal so bekommen muss dann auch hingestellt werden damit das Blick fängt.

00:12:44: Aber das hier ist jetzt noch nicht Teil des Museums.

00:12:46: Das sieht schon sehr museal aus, da hinten ist eine alte ... Was ist das?

00:12:49: Eine Leier-Orgel oder wie heißt es?

00:12:50: Genau so eine Leierkasten.

00:12:54: Wir gehen treppen hoch, treppen runter, lügen.

00:12:56: in diverse Räume einer Beherbergt üppige antike Eichentische darauf Kristallglas geschirr daneben alte Puppenwagen ein Exofer.

00:13:05: Hier ist der hochwertige Trödel sagt Uwe Strelitz.

00:13:09: zum Museum geht's wieder die Treppe runter.

00:13:11: Was ist das denn hier für ein Schätzchen?

00:13:12: Gibt es noch?

00:13:13: Hier ist ein Altersharmonium, da muss man erst Gas geben.

00:13:15: Ein bisschen Luft dran pumpen.

00:13:21: Dann haben wir hier Grammophon.

00:13:23: Das ist jetzt der Musikraum.

00:13:25: Da steht auch ein altes Radio, alte Trommeln...

00:13:28: ...und weil das hier so die Elektroabteilung.

00:13:30: Wir kommen noch an historischem Kinderspielzeug vorbei, an Musikinstrumenten und Staubsaugern vergangener Zeiten bis zu einer Emilie-Badewanne, die von Marienstatuen flankiert wird.

00:13:41: und dann einen Raum, der an die Bergwerkvergangenheit von Silberg erinnert.

00:13:45: Die alten Grubengeräte, Hacken, Hammer Und was hier früher so auch gefördert worden ist.

00:13:52: Weißblei-Erz, Kupferkies, Erdiger Zenober steht an den Exponaten in den Vitrinen.

00:13:58: Silber ist übrigens nicht dabei – auch wenn der Ortsname Silberg ja schillernd genug klingt.

00:14:03: Stattdessen steht ein Kontrabass im Raum!

00:14:05: Was hat der hier verloren?

00:14:07: Der Kontrabass steht jetzt im Bergwerksraum, weil die Kinder eine Relle machen.

00:14:11: Und sie müssen rausfinden was passt nicht in diesem Raum.

00:14:14: Ulrike Wesli hat das erstaunliche Talent überall gleichzeitig zu sein!

00:14:18: Das ist super.

00:14:19: Sie kennt sich hier nämlich mit allem

00:14:20: aus.

00:14:21: Kontrabasse und Pelzmantel.

00:14:23: und dann finde ich das Geheimnis... bei der Maus.

00:14:26: Dann haben die eine schöne Relle, die komplett durchs Haus spielen können und den Goldschatz gewinnen.

00:14:32: Es ist witzig, weil wir außer schulischer Lernort sind und auch der Museumsbus zu uns fährt.

00:14:36: Die Kinder können von den Schulen zu uns kommen.

00:14:38: Wir machen mit ihnen bestimmte Programme, die mit Museumen und Theater zu tun

00:14:42: haben.".

00:14:43: Das

00:14:43: Kinder hier mit Wissensfragen quer durchs Haustüsen kann ich mir lebhaft vorstellen – das hier ist ein wahrer Abenteuerspielplatz und gar nicht so leicht zu erschließen!

00:14:52: Ist

00:14:53: das jetzt Keller oder Erdgeschoss?

00:14:54: Das ist eigentlich unser Haupteingang.

00:14:57: Ah, ja okay.

00:15:00: Wir haben vor kurzem neu machen müssen bei einem riesen Akt Denkmal geschützt und wenn so eine Treppe kaputt ist und man die neu machen will da hat man viel Stress mit dem Denkmaleamt

00:15:11: Und das ist noch diplomatisch ausgedrückt.

00:15:13: Das Treppenprojekt, übrigens auch von der NRW-Stiftung gefördert hat sich zum echten Treppenwitz zwischen Denkmalschutzansprüchen und Machbarkeit entwickelt.

00:15:23: Die humorvolle Reaktion des Vereins erzähl die besten Treppenbitze und stelle sie auf Social Media!

00:15:35: Heute führt die neue Treppe im alten Look zum Haupteingang ins Haus oder eben andersrum vom Haus zum Biergarten.

00:15:42: Achtzehn Tische stehen hier.

00:15:43: Alle mit rot-weiß karierten Tischtecken bestückt, manche bestult andere mit urigen Holzbänken daran.

00:15:50: eine alte Eiche markiert den Platz und ist schon von weitem zu sehen.

00:15:54: So einladendes hier isst.

00:15:56: wir gehen weiter denn ich habe erst die Hälfte des Ensembles gesehen.

00:16:07: Quer durch verschiedene Café-Räume mit hübschen alten Sofa-Garnituren, antiken Möbeln und historischen Fotos an den Wänden kommen wir in den früheren Pferdestall wo die Museumsausstellung weitergeht.

00:16:19: Abteilung – Haushalt im weitesten Sinn.

00:16:21: Nähmaschinen, Landwirtschaft vom

00:16:23: Frühjahr wollen.

00:16:24: Katastrophiermaschienen von Früher

00:16:26: Manches ist selten erklärend über anderes soll man ins Gespräch kommen.

00:16:30: Ah hier ist so eine alte Wischetrommel.

00:16:33: Okay, da kommen die Wäsche rein.

00:16:36: Aber schon mit Strom?

00:16:37: Also nicht mit Kurbeln ... Es ist leicht sich in der Zeitlosigkeit, der Dinge zu verlieren bis es von draußen zu verführerisch riecht.

00:16:45: Ja, das ist der Ostenbereich zum Futtern.

00:16:48: Das

00:16:49: heiße Schrauber gibt's an Pommes, Würstchen und Currywurst.

00:16:52: Die Bude haben sie aber selbst hingestellt, die waren ich schon hier.

00:16:55: Steht die ganzjährig dann?

00:16:56: Das Eigenleistung steht ganzjähriger.

00:16:57: Ist ein kleines Phantasialand.

00:17:01: Das trifft es!

00:17:02: Und immer noch sind neue Räume zu entdecken.

00:17:04: Aber mit etwas Fantasie und einer echten Theaterfrau lässt sich das auch aus dem Studio machen, denke ich.

00:17:16: Ulrike Wesely, Gründerin von MutEV, den Musik- und Theaterverein Sauerland Ich dachte sie brauchen bald mal ein Lageplan für ihr Phantasialand!

00:17:26: Ist das ein Arbeiten?

00:17:28: Ja, das ist auf jeden Fall.

00:17:29: Wir haben eine kreative Kraft die bei uns arbeitet und die hat einen ganz süßen verspielten Lageplan entwickelt wo man alles von oben aus der Vogelperspektive sehen kann Und dann wird man alles findet.

00:17:41: Weil es kommt ja auch immer wieder was dazu, jetzt haben wir noch eine Bücherhütte.

00:17:44: die will ja auch entdeckt werden und dann findet man sich da zurecht.

00:17:48: Ja man denkt man hat alles gesehen und sagt ne ne ne, wir kommen jetzt ja noch in den Garten und da steht ja das Backhaus und das ist jetzt nochmal das Stichwort Kultivarium weil das ist ja ein Projekt für sie!

00:17:58: Das ist eigentlich ein Gartenprojekt, eine Freilandwerkstatt.

00:18:01: Wo altes Handwerk gezeigt wird aber auch ein Gatenprojekt wo Kräuter und Pflanzen die jetzt für Bienen- und Insekten gut sind angebaut wurden.

00:18:10: Wo Oberne Gärtner Methoden angewendet werden, wo Kröterworkshops stattfinden in Zusammenhang mit dem alten Backhaus.

00:18:17: also wir backen und nehmen eigene Kräutaputter dazu oder wie gehen in den Backeskeller.

00:18:22: das ist auch noch ein ganz toller Raum und können da verschiedene Veranstaltungen kreative Workshops machen.

00:18:28: mit Pflanzenfarben, also mit Blättern wird gemalt.

00:18:32: Aus

00:18:32: dem eigenen Garten?

00:18:33: Es werden alle möglichen kreativen Kinderprojekte aus dem Garten heraus entwickelt.

00:18:37: Also starten da auch die Kräutertouren.

00:18:40: von unseren Kräuterpädagoginnen

00:18:42: Sie sagen das so ganz selbstverständlich.

00:18:43: Da starten dann die Kräuterturnes, muss man vielleicht auch noch mal verstehen erstmal dass sie da eine Art Seminarangebote machen oder dass man sich die Räumlichkeiten oder auch die Außenplätze mieten kann um sie zu nutzen für irgendwelche Seminare?

00:18:56: Ja wir haben also feste Leute, die gerne ihre Sachen anbieten unter anderem auch die Jahreszeiten-Events wie Sommer Sonnenwände Wintersonnenwende sowas wird auch gerne da zelebriert und bieten halt verschiedenste Kreativ-Workshops an oder auch zum Beispiel eine Wanderung durch den Wald und man endet dann hinter dem Kultivarium, setzt sich unter dem bedachten Ort und präzt sich da was aufm Grill oder irgendwie aufm Feuer?

00:19:23: Stimmt.

00:19:24: All diese Orte lassen sich natürlich auch als Bühne bespielen das ist mir auch nochmal klar geworden.

00:19:28: also auch am Kultiwarium ist oben noch mal so ne Terrasse und auch da könnte man immer mal meine Bühnen einrichten.

00:19:35: Also das ist auch ein überdachter Arbeitsplatz eigentlich, aber trotzdem haben wir den als Bühne im Sommer genutzt.

00:19:40: Weil der Schall von dort aus mehr in die Berge schallt statt ins Dorf und der Biergarten, wo wir sonst die Musik haben, das dann schon mal stören.

00:19:48: Wenn jeden Sonntag da eine Band spielt mit Schlachtzeug und Bass, haben wir es nach hinten verlagert und das funktioniert sehr schön weil man mitten im Garten sitzt und dort auf die Bühnen schauen kann.

00:19:57: Die ist zwar nicht erhöht, aber hat einen bühnenhaften Effekt.

00:20:00: Wie reagiert das Dorf?

00:20:03: Also leidensfähig.

00:20:06: Wir haben eine gute Chemie im Dorf, wir haben verschiedene Vereine, Feuerwehrtournverein und Karnevalsvereinen die immer wieder auch gemeinsam einmal im Jahr ne Sitzung machen um Themen anzusprechen.

00:20:17: es ist ein kleines Dorf.

00:20:20: Man kennt sich, man ist meistens in allen Vereinen vertreten.

00:20:23: Und man spricht dann auch mal wenn es einfach mal ein Problem gibt zum Beispiel zugepackte Einfahrten weil wir haben natürlich nicht so viele Parkplätze also müssen die ganzen Straßen zugeparkt werden und da sind die Leute aber sehr sehr großzügig.

00:20:37: Das ist tatsächlich eines der wenigen Probleme dass die Verbindung verkehrsmäßig eigentlich vor allem übers Auto und das Fahrrad netterweise auch aber nicht über öffentliche gehen.

00:20:47: Ja das stimmt.

00:20:48: Also man muss schon mit dem Auto oder mit dem Fahrrad zu uns kommen.

00:20:51: Wann dann kann man auch?

00:20:52: Es gibt ja Möglichkeiten da, sehr schöne Aber das ist allgemein auf dem Land wirklich schwierig Das Mobilitätsproblem Gerade für ältere Leute die dann irgendwann selber nicht mehr Autofahren können Die aber gerne zu uns kommt Menschen mit Behinderung sowieso schwierig.

00:21:06: Wir sind zwar barrierefrei am Ort Aber zu uns hinkommen Das wünschen wir uns dass mal da mehr Möglichkeiten haben in Zukunft.

00:21:12: Ja

00:21:12: es kann ich verstehen Denn das Programm ist ja wie so ein reichgedeckter Tisch.

00:21:16: Vielleicht sagen sie auch noch mal was dazu, weil im Sommer scheint es so richtig zu brummen und gibt es das gleiche auch nochmal in der Wintervariante?

00:21:24: Also da waren Konzerte habe ich gesehen Es gab Kabarettes, es gab irgendwelche Workshops... Das war wirklich ständig!

00:21:32: Was

00:21:32: los?!

00:21:33: Was haben wir jetzt für eine Phase und wo geht's hin?

00:21:35: Also wir sind jetzt im Herbst und im Herst dann geht es immer so mehr nach innen.

00:21:40: Klar, weil normalerweise das Wetter ja nicht mehr so blumig ist draußen und sonnig.

00:21:44: Da haben wir dann mehr die Kleinkunst wieder im Programm.

00:21:47: Da veranstalten wir auf jeden Fall einmal im Monat Sonntag.

00:21:50: Das machen wir im Museumssonntag da haben wir auch meistens noch mal mit Live Musik, weil das gewünscht ist und das Publikum das liebt.

00:21:56: Und dann haben wir aber auch Kabarettveranstaltungen oder jetzt zum Beispiel mal einen nostalgischen Abend, so ein Burlesque-Abend im Schatten der Roten Mühle.

00:22:05: Also da bin ich selbst auch mal wieder vertreten mit meinem Transfonds und aus den zwanzig Jahren...

00:22:09: Da sind sie alle kostümiert, oder?

00:22:11: Ja ja, mehr oder weniger!

00:22:13: Doch doch!

00:22:13: Kommt die Federbober

00:22:14: zu meinen Satz.

00:22:16: Ja, und dann der legendäre Adventströdelmarkt.

00:22:19: Der ist immer sehr beliebt.

00:22:20: Das heißt wir haben zwei Tage lang draußen Glühwein und alles schön weihnachtlich geschmückt.

00:22:25: Das sieht wunderschön aus!

00:22:26: Und da gibt es Reibekuchen und dann gibt's die Tenne voller Adventsdrödel und schönen Geschenk.

00:22:33: was ich übrigens total irre fand das bei ihnen auf dem Kulturgut An vielen Orten gleichzeitig so viel los, weil im Biergarten in der Tenne, in der Trödelscheune und oben im Theater hat ja auch noch eine Band gespielt.

00:22:45: Don't Stop Sally waren zu Gast!

00:22:47: Ich habe uns mal eine Kostprobe mitgebracht.

00:22:55: Die haben richtig gut eingeheizt ne?

00:22:58: Ja, da hab ich öfters mal da die Frau macht absolut Stimmen

00:23:10: Das waren schon die Wohnschlieder übrigens.

00:23:11: Das Programm war eigentlich schon fertig, dann ging es noch eine halbe Stunde weiter.

00:23:14: Ja und wenn man glückert tanzt nur am Tisch.

00:23:18: Genau manchmal wird auch die Bühne gekapert habe ich auch erwähnt.

00:23:22: Diese Gleichzeitigkeit fand ich sehr faszinierend.

00:23:24: und dann habe ich gehört sie sind gut neunzig Leute im Verein davon fünfzehn in einem erweiterten Vorstand fünf als fester Kern an dem alles hängt.

00:23:32: sagen Sie einmal wie wuppen Sie das bitte?

00:23:33: Alles.

00:23:35: Also, wir sind mehr als neunzig im Verein.

00:23:36: Wir sind neunzig Ehrenamtler, die da helfen.

00:23:38: Ah!

00:23:39: Wie viel sind sie denn im Verein?

00:23:41: Hundertzwanzig glaube ich... also das werden ja auch immer mehr.

00:23:44: Das ist auch gut so.

00:23:45: Ja wie macht mir das?

00:23:47: Zeiten des WhatsApp-Gruppen da sein kann man natürlich sehr gut kommunizieren und da habe ich dann verschiedenste Schrabenhofgruppen, die ich dann anschreibe Und die meisten machen es ja wirklich gerne,

00:23:56: d.h.,

00:23:57: die sind sehr wachsam wenn sie angeschrieben werden.

00:24:00: Ich hab immer noch Nothelfer, die dann kommen, wenn ich zu wenig Leute habe Zum Beispiel in der Küche oder so.

00:24:05: Manche sind aus dem Ort, die haben es nicht weit, manche kommen dreißig Kilometer gefahren, mancher sind jeden Mittwoch da weil wir im Mittwochs immer Waffeltag haben und manche sind nur einmal mehr da beim Adventströdel also da mit historischen Waffeleisen backen können.

00:24:19: Also ganz unterschiedlichste Interessen bei den Leuten.

00:24:23: Man muss dann halt schon immer ein bisschen raushören was macht den Spaß?

00:24:26: Die wollen ja auch glänzen sollt ihnen ja Freude machen.

00:24:29: Man merkt, dass es total gewachsen ist.

00:24:30: Darüber habe ich auch noch mal mit Sigrid Baus, der Mitgründerin des Vereins gesprochen und sie hat ähnlich erzählt das vieles gewachsen is gerade auch mit den Förderanträgen Behördengängen und Finanzen insgesamt.

00:24:40: Da muss man sich echt reinfuchsen.

00:24:43: die ganzen Gesetze an die Normenverwendungsnachweise wie ist das mit Vorsteuer?

00:24:48: Das waren alles so Prozesse.

00:24:50: also dadurch wir klein angefangen haben konnte man sich da immer weiter rein entwickeln.

00:24:56: Und was die Finanzen angeht, hat sich die Situation offenbar auch stabilisiert.

00:25:00: Wir finanzieren alles über Dröde- und Waffeverkauf.

00:25:04: Das sind so die Haupteinnahmenquäge von der Kultur.

00:25:07: Die Kulturveranstaltung, die tragen sich nicht selber.

00:25:10: Also das müssen wir auch alles damit finanziert werden.

00:25:12: Wenn Sie jemandem erzählen müssten, was sich hier entwickelt hat?

00:25:16: Wie erzählen Sie, was das hier ist?

00:25:17: Mein drittes Kind!

00:25:20: Was ist das für ein Kind?

00:25:22: Das dritte Kind, das ist eine Gemeinschaft.

00:25:24: Das ist ein besonderer Ort Das sind besondere Leute, mit denen man verbunden ist.

00:25:29: Das ist ein Freundeskreis, das ist Kulturerleben und Aufregung.

00:25:35: Ab und zu eine sehr große

00:25:36: Nacht.".

00:25:37: Wenn das so ist wird auch mal nachtst telefoniert und die Lage besprochen.

00:25:41: erzählt Sigrid Baust noch – Man findet immer eine Lösung!

00:25:44: Und genau diese Souveränität im Umgang mit den kleinen und großen Herausforderungen eines solchen Großprojekts beeindruckt auch die NRW-Stiftung nachhaltig.

00:25:53: Wir hören noch mal Mona Wehling, Leiterin der Abteilung Heimat und Kulturpflege.

00:25:57: Also unter dieser Geschäftsführung sag ich mir auch von der Frau Weseli hat sich da ein Kaleidoskop entwickelt an zielen Möglichkeiten die die Menschen an diesen Ort bindet Und die haben ja an die Zehntausend Leute und Personen und Besucher im Jahr.

00:26:14: Das muss man sich mal vorstellen das ist unglaublich Wenn man mal schaut was wir gefördert haben und in welcher Höhe.

00:26:21: knapp dreihunderttausend Euro über dreinzwanzig Jahre, das ist nicht viel.

00:26:25: Wenn man sich aber überlegt was die mit dem Geld herausgemacht haben is es ein Einzigfaches und das zeigt immer wieder Man kann manchmal auch mit kleineren Beträgen einfach Dinge initiieren Und auf den Weg bringen die dann zu etwas ganz großen führen und Zu was ganz tollem Was für die Gesellschaft ein ganz großes Glück ist.

00:26:47: Darum ist der Verein auch mehrfach ausgezeichnet worden.

00:26:49: Mit dem Engagementpreis NRW, und mit dem Wegweiser-Preis der NRW Stiftung, und wenn ich Mona Wähling richtig verstehe, dann geht diese Geschichte – und auch diese Förderpartnerschaft – noch eine gute Strecke gemeinsam weiter.

00:27:05: Das was in Zieleberg entsteht, ist noch lange nicht am Ende.

00:27:08: Und als sich heute recherchiert habe, hab' ich gedacht Das Ganze in Silberg, dieses Gutschrabe ist von einem euerlichen Gutshof zu einem Kultur-Gutshof

00:27:19: geworden

00:27:20: und wird vielleicht irgendwann mal ein Kulturdorf.

00:27:24: Dass die Leute im Kreis Olp und auch darüber hinaus wissen.

00:27:27: wenn man nach Silberg fährt dann erlebt man der Kultur vom Feinsten Begegnung Und als mögliche auf jeden Fall ist man dort einfach gut aufgehoben.

00:27:40: Frau Weseli, bevor wir über Ihren Blick in die Zukunft reden.

00:27:43: Wie geht's Ihnen mit diesem Blick von außen?

00:27:45: Oh,

00:27:46: das fühlt sich gut an.

00:27:48: Vor allen Dingen dass es nur nicht zu Ende ist weil wir haben ganz viele Pläne.

00:27:51: natürlich.

00:27:51: ich meine wenn ich dann höre dreihunderttausend ich habe mir das noch gar nicht so ausgerechnet.

00:27:55: man muss auch dazu sagen dass die NRW-Stiftung bei weitem nicht die einzige Geldgeberin war.

00:27:59: Sie haben ganz viel Fördertöpfe natürlich angezapft und anzapfen

00:28:02: müssen auf jeden Fall.

00:28:03: gerade in Corona Zeiten gab's ja die Welle wo man sehr viel über andere Töpfte anzapsen konnte und da haben wir nicht geschlafen zu der Zeit.

00:28:11: Aber drehunderttausend ist sehr viel, auch wenn das jetzt so klingt von vorhin wenigen Jahren zum kleiner Betracht.

00:28:15: Also für uns war das ja mega groß.

00:28:17: Ja, für die

00:28:18: dreiundzwanzig Jahre, genau es kann gern noch mehr werden.

00:28:20: Es gibt genügend

00:28:21: Ideen!

00:28:21: Sie haben schon konkrete Pläne, die sind übrigens auch schon bis zu einer W-Stiftung vorgedrungen.

00:28:25: Stichwort Kulturkirche hatten sie eben auch schon erwähnt und der Hof gegenüber Einsatz dazu.

00:28:30: Ja, wir haben ganz große Pläne.

00:28:32: Ich hoffe das Heimatministerium macht da noch mit weil wir ein Heimerzeugnis, ein altes Fachwerkhaus gerne dazu nehmen möchten und daraus eine Lehrbaustelle quasi bauen möchten also ein Haus was dann im Bau als Lernobjekt für Handwerk gilt, für altes Handwerk.

00:28:45: Das wünschen wir uns ganz doll und da hoffen auch auf die NRW-Stiftung.

00:28:49: Dann haben wir die Tenne, die wird zum Britten Ort entwickeln möchten Und da wollen wir uns auch bewerben.

00:28:54: Das ist auch ein ganz tolles Landesprogramm Da sind wir auch dran.

00:28:57: Also wir sind immer dran den Hof weiter zu entwickeln.

00:29:00: Wir haben halt auch mit großen Brandschutzauflagen und Barrierefreiheit ist immer ein großes Thema, was ganz viel Geld kostet.

00:29:07: Und diese Tenne die berühmte Rüchtigte, die haben wir erst vor drei Jahren geerbt.

00:29:11: das heißt der Mini-Card Club hat sich aufgelöst und wir haben alles übernommen.

00:29:15: Das ist eine Herausforderung dass in die Zukunft führen.

00:29:18: Wir brauchen ja auch mal irgendwann Nachwuchs.

00:29:19: also wir möchten es halt so übergeben, dass alle sagen Ja da möchte ich einsteigen und vielleicht sogar professionalisieren

00:29:25: d.h.,

00:29:26: dass eine oder zwei Stellen dann entstehen können.

00:29:28: Und

00:29:28: ich glaube, damit sind wir ganz organisch schon zu der Frage gekommen.

00:29:32: Was wünschen Sie sich noch?

00:29:33: Wenn wir so in die Zukunft gucken, haben wir besondere Wünsche für diesen Ort, diese Bühnenlandschaft ...

00:29:40: Die Tekenlandschaft!

00:29:42: Ja eigentlich das Konzept dritter Ort nämlich Menschen einfach kommen können, ohne konsumieren zu müssen.

00:29:48: Also diese Tenne dann als dritten Ort der immer auf hat, jeden Tag auf hat den man jeden Tag nutzen kann, den unterschiedlichste Gruppen nutzen können dass das ganze Kultur gut so wie es ist mit all dem mit dem Gartenbereich vielleicht mit dem neuen Fachwerkhaus was das Handwerk noch betont mit Übernachtungsmöglichkeiten dann wirklich zu einem Kulturscampus wird wo Menschen lernen sich zu begegnen andere Meinungen stehen lassen können, ohne zu polarisieren.

00:30:14: Wo Austausch stattfindet, wo Einsamkeit begegnet wird und ja einfach das Leben zu genießen miteinander.

00:30:21: Und das wünsche ich mir für diese Welt – und das wünschte ich mich für Deutschland, das wünsche ich mir Europa!

00:30:25: Das wünsch' ich mir im kleinsten

00:30:27: Silberg.".

00:30:28: Wer mal gucken kommen möchte was so die nächsten Wochen- und Monate los ist, da lohnt sich der Blick ins Internet.

00:30:34: Da kann man ganz schnell mal anknüpfen.

00:30:35: Kulturgutschrabenhof findet man ganz einfach Rike Weseli, mit Gründerin des Vereins Musik und Theater Sauerland.

00:30:42: Unterdessen Regie das Kulturgutschrabenhof noch mal so richtig erblüht ist.

00:30:46: Vielen vielen Dank dass sie uns hier im Studio davon erzählt haben!

00:30:49: Und vielen dank nochmal für den schönen Tag.

00:30:51: Grüße ans ganze Team bitte.

00:30:53: Ja danke schön.

00:30:54: Das mache ich.

00:30:55: Danke auch an alle, die zugehört haben.

00:30:57: Empfehlen Sie uns gern weiter, geben sie uns gerne Feedback.

00:30:59: und wer selbst mehr NRW-Stiftung im Leben möchte, dem sei die Mitgliedschaft im Förderverein empfohlen.

00:31:05: von da aus ist alles möglich.

00:31:06: Infos unter nrw-stiftung.de.

00:31:09: Auch wer selbst ein gutes Projekt hat und eine sympathische Förderin sucht kann sich bei der Stiftung melden.

00:31:14: Das war's für heute.

00:31:15: mit der nächsten Förderbandefolge entdecken wir NRW als Biberland!

00:31:19: Ich packe schon mal die Gummistiefel rein.

00:31:21: Bis dahin tschüss Förderbande.

00:31:28: Ein Podcast der NRW-Stiftung Naturschutz,

00:31:31: Heimat und Kulturpflege mit Maria Bakker Produziert by Sounds Fresh.

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